Mädchen beschwert sich bei Lego über Rollenklischees

Keine Abenteuer, nur Rasenmähen: Ein siebenjähriges Mädchen beschwert sich bei Lego über das eintönige Leben der Lego-Mädchen.
Keine Abenteuer, nur Rasenmähen: Ein siebenjähriges Mädchen beschwert sich bei Lego über das eintönige Leben der Lego-Mädchen.
Foto: dpa
Bei Lego ist ein Brandbrief eingegangen, der den Spielzeughersteller heftig dafür kritisiert wird, Rollenklischees zu befördern. Absender ist Charlotte Benjamin, ein siebenjähriges Mädchen, das erstaunlich klare Worte des Missfallens findet. Nicht das erste Mal, dass Lego am Gender-Pranger steht.

Essen.. Pointierter hätte Alice Schwarzer es auch nicht formulieren können: Mit ein paar gepfefferten Sätzen hat ein siebenjähriges Mädchen dem Spielzeughersteller Lego gehörig die Leviten gelesen. Charlotte Benjamin beschwert sich über die Rollenklischees, die Lego mit seinen Figuren befördere.

So würden Lego-Mädchen zu Hause oder am Strand sitzen oder einkaufen und hätten keine Berufe. Lego-Jungs hingegen würden Abenteuer erleben, arbeiten, Menschen retten und sogar mit Haien schwimmen.

Charlottes Brandbrief an Lego verbreitet sich im Netz

Den in krakeliger Handschrift verfassten Brief haben Charlottes Eltern ins Internet gestellt. Tausende Menschen haben darauf reagiert und wünschen Charlotte auf ihrem Feldzug gegen Rollenklischees viel Erfolg.

Lego selbst hat nicht öffentlich auf den Beschwerdebrief reagiert. Das Unternehmen teilte lediglich mit, dass es jede Menge Botschaften erhalte und jede davon individuell beantworte. Die Kritik, dass Lego Rollenklischees befördere, wies der Hersteller zurück: Lego habe ein vielfältiges Angebot an Rollenbildern. Viele Sets enthielten Polizistinnen, Chirurginnen oder Wissenschaftlerinnen.