Maddie McCann: Gibt es endlich eine entscheidende Spur?

Fördert eine erneute Finanzierung für die Suche nach der vermissten Maddie McCann den entscheidenden Hinweis zu Tage?
Fördert eine erneute Finanzierung für die Suche nach der vermissten Maddie McCann den entscheidenden Hinweis zu Tage?
Foto: imago/ imagebroker

Seit Mai 2007 gilt die kleine Maddie McCann als vermisst. Im Alter von drei Jahren verschwand Maddie McCann aus einer Ferienwohnung im portugiesischen Praia da Luz.

Zuerst stellte die Polizei nach 14 Monaten die Ermittlungen ein. Doch ihre Eltern gaben nicht auf, kämpften weiter. Durch ihre Engagement wurde der Fall der vermissten Maddie McCann weltweit bekannt.

Nun bringt eine Finanz-Spritze aus Regierungskreisen neue Hoffnung.

Vermisste Maddie McCann: Neue Gelder für die Suche

Wie die BBC berichtet, wurden bisher 11,75 Millionen Pfund (13,44 Mio. Euro) ausgegeben, um den Fall der vermissten Maddie McCann zu lösen. Die neue Finanzierung in Höhe von 150.000 Pfund (171.619 Euro) gilt für sechs Monate, bis zum 31. März 2019.

Die Detektive beantragen alle sechs Monate einen Zuschuss beim Home Office, um ihre Arbeit fortsetzen zu können. Nach eigener Aussage brauchen sie das Geld, um eine „kritische Spur“ weiter zu verfolgen.

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Ehepaar McCann kämpft gegen Verleumdung

Zuletzt kämpften die McCanns in einem erbitterten Rechtsstreit gegen den ehemaligen Polizeichef Amaral. Zwei Gerichtsinstanzen hatten Amaral den Verkauf seines Buches verboten. Darin behauptete der Ermittler, dass Maddie McCann durch einen „tragischen Unfall“ verstorben sei. Ihre Eltern hätten dies vertuscht, „eine Entführung vorgetäuscht“ und später die Leiche verschwinden lassen.

Das Ehepaar verklagte Amaral deshalb wegen Verleumdung und ließ den Verkauf in Portugal mit einer einstweiligen Verfügung stoppen. Zwei Appellationsgerichte hoben diese Verbote jeweils 2010 und 2016 wieder auf, weil Amarals Thesen von der Meinungsfreiheit gedeckt seien und die Rechte der Eltern nicht verletzten.

Eltern wollen Amaral das Leben schwer machen

Doch das Ehepaar McCann hält weiterhin an der Verleumdungsklage fest. Den Prozess um Schadensersatz in Höhe von 500.000 Euro haben die Eltern allerdings 2017 vor dem Obersten Gericht in Lissabon verloren.

In einem kürzlich erschienen Interview mit der britischen SUN sagten sie: „Indem er diese bösen Lügen weiter verbreitet, behindert Herr Amaral die Polizei und die öffentliche Suche nach ihr. Geld aus Büchern und DVDs zu machen ist fast irrelevant, es ist ein Nebenproblem."

Weiter kündigten sie an, Amaral das Leben so schwer wie möglich zu machen, sollte er nicht aufhören die Suche zu erschweren. (mb)

 
 

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