Explosion in Lyon: Verdächtiger (24) legt Geständnis ab

Foto: dpa

Bei einer Explosion in der Innenstadt von Lyon sind mehrere Menschen verletzt worden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach am Freitagabend von einem „Angriff“. Vermutlich detonierte ein Sprengsatz mit Schrauben. Die Polizei fahndet nach einem Mann in Lyon, der mit einem Fahrrad geflohen sein soll. Anti-Terror-Spezialisten haben schnell die Ermittlungen übernommen.

Explosion in Lyon: Mehrere Menschen verletzt

In unserem News-Blog halten wir dich über die aktuelle Lage in Frankreich auf dem Laufenden:

30. Mai 7.19 Uhr:

Nach dem Anschlag in Lyon, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden, soll der Hauptverdächtige jetzt laut Nachrichtenagentur AFP ein Geständnis abgelegt haben. Darüber berichtet unter anderem SpiegelOnline. Der Student (24) habe den Bau des Sprengsatzes zugegeben. Der verdächtige Maschinenbau-Student war bereits am Montag festgenommen worden.

Später ergänzte der Lyoner Bürgermeister Gérard Collomb, eine „zweite Person“ sei festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft bestätigte dies. Der Sender Franceinfo berichtete, bei dem Tatverdächtigen handele es sich um einen Studenten aus Algerien. Seine Wohnung werde durchsucht. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich dazu nicht.

25.Mai, 8.54 Uhr:

Nach der Explosion im Herzen der französischen Großstadt Lyon mit mindestens 13 Verletzten haben Ermittler nach einem Tatverdächtigen gefahndet. Die Polizei veröffentlichte in der Nacht zum Samstag das Bild von einem Mann, der eine dunkle Sonnenbrille trägt und ein Fahrrad schiebt.

Das Motiv des Mannes, der laut Medien rund 30 Jahre alt sein soll, blieb zunächst unklar. Unter den Verletzten ist nach Informationen des Nachrichtensenders BFMTV auch ein achtjähriges Kind.

Die Pariser Staatsanwaltschaft bestätigte, Anti-Terror-Spezialisten hätten die Ermittlungen übernommen. Justizministerin Nicole Belloubet sagte allerdings BFMTV am späten Freitagabend: „Es ist zu früh zu sagen, ob man es einen Terroranschlag nennen kann.“ Der Fahndungsaufruf der Polizei enthält das französische Wort „attentat“, was im Deutschen „Anschlag“ oder „Attentat“ heißen kann.

22.30 Uhr:

Der Verdächtige befindet sich weiterhin auf der Flucht. Die Polizei fahndet weiterhin nach dem unbekannten Mann. Die französische Justizministerin Nicole Belloubet sagte am Freitagabend dem Nachrichtensender BFMTV, es sei zu früh zu sagen, ob es sich um einem Terroranschlag handele. Die Regierung sei „äußerst schockiert“über die Tat in Lyon, sagte die Ressortchefin. Zuvor hatte die Die Rechtspopulistin Marine Le Pen von einem „terroristischen Anschlag“ gesprochen.

21.10 Uhr:

Die örtliche Präfektur in Lyon hat Gerüchte dementiert, wonach es in der südostfranzösischen Stadt weitere Explosionen gegeben haben soll. Das teilte die Präfektur der Region Auvergne-Rhône-Alpes am Freitagabend via Twitter mit. Nutzer wurden aufgefordert, keine falsche Informationen über die sozialen Netzwerke zu verbreiten.

20.59 Uhr:

Augenzeugen der Explosion in Lyon berichteten nach Angaben von Franceinfo von einem lauten Knall. Verängstigte Menschen seien über die Straße gelaufen. Die Polizei war demnach schnell an Ort und Stelle und sperrte den Tatort ab. Einige der Menschen seien an den Beinen leicht verletzt worden, erzählte ein Apotheker, dessen Geschäft gegenüber der Bäckerei liegt, zu BMFTV. Die Verletzungen stammten seinen Angaben nach von kleinen Kugeln und Schrauben. Nach der Explosion habe es keine Panik gegeben, sagte Bezirksbürgermeister Denis Broliquier. Es gebe keine Gefahr für die Bewohner des Viertels.

20.57 Uhr:

Die Explosion ereignete sich nahe einer Bäckerei in der Straße Victor Hugo an einer Kreuzung in einer Fußgängerzone. Der Sender Franceinfo berichtete unter Berufung auf das französische Innenministerium, dass dort auf dem Boden ein Beutel oder Koffer, der einen Sprengsatz mit Schrauben enthalten haben soll, explodiert sei. Der Pariser Anti-Terror-Staatsanwalt Rémy Heitz wollte am Abend nach Lyon fahren.

19.41 Uhr:

Frankreichs Innenminister Christophe Castaner wies die Präfekten im Land an, die Sicherheitsmaßnahme an Orten zu verstärken, an denen sich viele Menschen aufhalten. Das seien etwa Sport- oder Kulturveranstaltungen.

19.19 Uhr:

Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend in Paris.

19.15 Uhr

Die Polizei fahndet nach einem Mann. Das teilte ein Sprecher am Freitagabend mit. Nach Medienberichten soll der Verdächtige mit einem Fahrrad geflohen sein.

19.08 Uhr

Es sei zum jetzigen Zeitpunkt nichts über Todesopfer bekannt, sagte Macron im Interview des YouTubers Hugo Travers. Medienberichten zufolge geht die Staatsanwaltschaft dem Verdacht einer Paketbombe in Lyon nach. Nach Angaben der zuständigen Präfektur wurden mindestens acht Menschen verletzt. Die Explosion soll sich an einer Straßenkreuzung bei einer Bäckerei ereignet haben. Der Bereich wurde abgesperrt.

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Sprengsatz mit Schrauben gefunden

Der Sender Franceinfo berichtete unter Berufung auf das französische Innenministerium, dass ein Beutel auf dem Fußboden einen Sprengsatz mit Schrauben enthalten haben soll.

Lyon liegt im Südosten Frankreichs, es ist die Hauptstadt des Département Rhône und der Region Auvergne-Rhône-Alpes und mit mehr als 515.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Frankreichs nach Paris und Marseille. Im Sommer 2015 wollte ein Islamist in einem Industriegas-Werk eine Explosion herbeiführen, wurde aber überwältigt. Er hatte zuvor seinen Chef enthauptet. (dpa)

 
 

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