„Lotto-Achim“ und seine Frau sind ihren Millionen-Gewinn los – weil sie unvernünftige Fehler begingen

So wahrscheinlich ist ein Lotto-Gewinn

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  • 1994 gewann ein Ehepaar aus Schleswig-Holstein knapp 8 Millionen D-Mark im Lotto
  • Heute haben sie nichts mehr von ihrem Gewinn
  • Sie prahlten mit den Millionen und erzählten zu vielen Personen davon

Klein Rönnau.  Dass ein Lottogewinn von mehreren Millionen Euro binnen weniger Jahre verprasst werden kann, ist unvorstellbar – und doch passiert es immer wieder, wie gerade der Fall der 31-jährigen Callie Rogers bewiesen hat. Die Britin hatte vor 15 Jahren umgerechnet 2,6 Millionen Euro gewonnen, von denen heute nichts mehr übrig sein soll.

Ähnlich erging es auch den einstigen Lottomillionären Petra und Hans-Joachim Bubert aus Klein Rönnau (Schleswig-Holstein). Wie der „Express“ schreibt, gewann das Ehepaar im Sommer 1994 im Spiel 77 stattliche 7.977.777 D-Mark. Heute hätten sie nichts mehr davon – auch, weil sie zu gutmütig gewesen seien.

Das Geld lockte zahlreiche Bekannte an

Der 55-jährige „Lotto-Achim“ gab gegenüber dem „Express“ an, „allein an die 3,5 Millionen verschenkt“ zu haben. „Es ist echt so: Wenn du mit einem Schlag reich wirst, melden sich plötzlich alle. Wenn es dir aber dann später schlecht geht, ist keiner mehr da“, sagte er der Zeitung.

Außerdem hätten ihnen schlechte Immobiliengeschäfte, die Wirtschaftskrise 2008 und eine von ihm nicht näher definierte Betrugsmasche Probleme bereitet. Weil die Konten inzwischen gesperrt und Gelder eingefroren seien, lebe das Ehepaar heute lediglich von Einnahmen aus ihrem Angelladen. Geblieben sei ihnen jedoch ein 7000 Quadratmeter großes Anwesen.

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Der „B.Z.“ erzählte das Paar bereits 2013 davon, welche Misere ihnen der Lotto-Gewinn im Endeffekt beschert hat. Petra Bubert sagte der Zeitung, dass es ein Fehler gewesen sei, allen von dem Gewinn zu erzählen. „Heute würde ich die Klappe halten“, erklärte sie.

Ehepaar prahlte mit Gewinn

Doch das Ehepaar habe offen gezeigt, dass plötzlich Geld da ist. „Natürlich wollte ich auch ein wenig auftrumpfen: Seht her, der Achim hat es doch zu etwas gebracht! Der hat jetzt so viel, dass er euch mit Geld beschenken und damit beschämen kann“, sagte die Frau zur „B.Z.“. Großzügig hätten sie Bekannten sogar teure Autos gekauft. Als es dann irgendwann mit der Spendierfreudigkeit vorbei gewesen sei, habe man ihnen sogar mit der Entführung ihrer Kinder gedroht.

Ihr plötzlicher Reichtum habe unzählige Neider auf den Plan gerufen. Als das Ehepaar das Haus mit Pony-Koppel kaufte, hätten Tierquäler ihr Unwesen getrieben. „Sie haben sogar unsere Tiere vergiftet“, sagte Petra Bubert der „B.Z.“. Die Kaninchen ihrer Söhne seien bei lebendigem Leib gehäutet worden. Die unbekannten Täter hätten außerdem 20 Hühner geköpft. Ein Pony sei an Rattengift gestorben, der Hund nach einer Attacke mit Haarspray erblindet. (raer)

 
 

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