Lorena Gallo schnitt ihrem Mann den Penis ab – 26 Jahre später erklärt sie ihre brutale Tat

Lorena Gallo schnitt ihrem Mann den Penis ab. Heute verrät sie, warum sie es getan hat. (Archivbild)
Lorena Gallo schnitt ihrem Mann den Penis ab. Heute verrät sie, warum sie es getan hat. (Archivbild)
Foto: imago stock & people
  • Lorena Gallo schnitt ihrem Mann 1993 den Penis ab
  • Vor Gericht wurde sie freigesprochen
  • Nach 26 Jahren erklärt sie nun die Hintergründe der Tat

Lorena Gallo (48) erlangte durch einen Gerichtsprozess weltweite Berühmtheit. Am 23. Juni 1993 schnitt sie ihrem Mann den Penis ab. Nach 26 Jahren erklärte sie nun, was sie zu dieser Tat bewegte.

Lorena Gallo: Mann dem Penis abgeschnitten und geflohen

Lorena Gallo heiratete mit 18 Jahren den ehemaligen US-Marine John Wayne Bobbitt und lebte vier Jahre lang mit ihm zusammen. Vier Jahre später fand die Ehe ein Ende. In einer Nacht vergewaltigte der Ex-Soldat seine Frau. Daraufhin schnitt sie ihm den Penis ab.

Anschließend ergriff sie die Flucht. Sie stieg ins Auto und fuhr los – mit dem „Ding“ noch in der Hand, wie es nannte. Weil sie nicht ordentlich lenken konnte, warf sie es aus dem Fenster auf ein Feld.

Neuneinhalb Stunden dauerte die Operation laut „Stern“, bis der Penis wieder an John Wayne Bobbitt angenäht war.

Mehrfach vergewaltigt und geschlagen worden

Lorena Gallo, vor 26 Jahren noch mit dem Nachnamen Bobbitt, stand wegen ihrer Tat vor Gericht und wurde von der Jury freigesprochen. Die befand die damals 22-Jährige wegen eines vorübergehenden Wahns unschuldig und ließ sie für 45 Tage in eine Psychiatrie einweisen.

Damals habe ihr Ex-Mann das Bild der Öffentlichkeit bestimmt. Niemand habe Interesse daran gezeigt, warum Lorena Gallo so weit ging.

Die heute 48-Jährige erzählt über ihren Ex-Mann, dass er sie mehrmals psychisch und sexuell misshandelte. Er soll sie geschlagen und sexuelle Machtspiele mit ihr getrieben haben.

Unglaublich: In Talkshows sagte John Wayne Bobbitt nach der Tat, dass seine Ex-Frau gar nicht hübsch genug sei, um sie vergewaltigen zu können. Moderatoren zweifelten an seiner Schuld.

Nach 25 Jahren Zeit bereit, ihre Geschichte zu erzählen

Damit Lorena Gallo von der Nacht des 23. Juni 1993 erzählt, musste Regisseur Joshua Rofé jahrelange Überzeugungsarbeit leisten. Anfangs lehnte sie es ab, ihre Geschichte zu erzählen. Doch die #MeToo-Debatte änderte ihre Meinung.

Als Tausende Frauen ihre Erfahrungen von sexueller Gewalt in den sozialen Medien teilten, hatte sie das Gefühl, dass die Zeit gekommen ist und die Leute ihr endlich zuhören würden.

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Sie erzählte dem Regisseuren ihre Erfahrung, die seit dem 15. Februar in einer vierteiligen Dokumentation auf „Amazon Prime“ zu sehen sind.

In den vergangenen 26 Jahren war John Wayne Bobbitt noch mehrfach wegen Diebstahls und schwerer Körperverletzung angeklagt. Der „Stern“ berichtet, dass er mehrfach verhaftet wurde, weil er seine zweite Frau verprügelte. Inzwischen ist sie auch von ihm geschieden.

Bis heute streitet er alle Vorwürfe ab, die ihm seine Ex-Frauen und -Freundinnen machen. (dö)

 
 

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