London: Lesbisches Paar blutig geprügelt – Grund macht fassungslos

Melania Geymonat (r.) und ihre Freundin Chris wurden in London angegriffen.
Melania Geymonat (r.) und ihre Freundin Chris wurden in London angegriffen.
Foto: Facebook/Melania Geymonat

Schockierender Vorfall in London. Ausgerechnet in der als liberal geltenden britischen Hauptstadt kam es zu einer schrecklichen Attacke auf zwei homosexuelle Frauen. Darüber berichtet die Polizei.

Bürgermeister Sadiq Khan sprach auf Twitter von einer „widerlichen, frauenfeindlichen Attacke.“ Und weiter: „Hassverbrechen gegen die LBGT-Community werden wir in London nicht tolerieren.“

London: Premierministerin schaltet sich ein

Sogar Premierministerin Theresa May verurteilte die Attacke: „Niemand sollte sich verstecken müssen, nur weil er jemanden liebt und wir müssen zusammenarbeiten, um solche inakzeptable Gewalt gegen die LBGT-Community“ zu verhindern.“

Doch was war passiert? Melania Geymonat und ihre Freundin Chris waren am 30.Mai nachts in einem Londoner Bus unterwegs, als eine Gruppe Männer auftauchte. Laut Polizei fielen mehrere homophobe Bemerkungen.

Männer verlangten, dass Frauen sich küssen

Laut Melania Geymonat verlangten die Männer, dass die beiden Frauen sich küssten - was sie ablehnten. Auf Facebook schrieb die junge Frau: „Sie haben begonnen, sich wie Hooligans zu verhalten, verlangten, dass wir uns küssten. Sie wollten Spaß beim Zusehen haben, nannten uns Lesben und beschrieben Sex-Stellungen. Das nächste woran ich mich erinnere, ist dass Chris mitten im Bus mit ihnen kämpft.“

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Und weiter: „Das nächste woran ich mich erinnere, ist dass ich geschlagen werde. Mir wird übel, ich sehe Blut und falle nach hinten um. Ob ich das Bewusststein verloren habe, kann ich nicht einmal sagen.“ Die Frauen mussten nach dem brutalen Angriff ins Krankenhaus.

Diese Aussagen bestätigte sie später auch im Gespräch mit BBC Radio 4. Sie habe noch versucht, die Situation zu beruhigen: „Ich habe versucht, ein paar Witze zu machen.“ Und weiter: „Ich habe keine Angst davor, dass man sieht, dass ich lesbisch bin. Die Grundsicherheit einiger Menschen steht hier auf dem Spiel.“

Mehrere Verdächtige festgenommen

Nun, über eine Woche nach dem üblen Verbrechen, hat die Polizei einen Durchbruch erzielt. „Vier Männer zwischen 15 und 18 wurden am Freitag, 7.Juni, festgenommen wegen Raubverdachts und schwerer Körperverletzung.“ Aktuell werden die Jugendlichen befragt.

„Das war eine widerliche Attacke auf zwei Frauen, die von den Männern offenbar gezielt ausgesucht wurden. Die Verdächtigen haben homophobe Bemerkungen gemacht, bevor sie das Paar angegriffen haben“, so der zuständige Ermittler Andy Cox.

Bus-Attacke: Auch danach noch werden die Opfer fertiggemacht

Wie „Metro“ berichtet, sollen die beiden Frauen auch nach der schrecklichen Tat noch weitere Beleidigungen bekommen haben - und zwar schreckliche homophobe Nachrichten. Vor allem unter dem Facebook-Post, in dem die Frauen über die grausame Attacke sprechen.

„Das bekommt man nun mal, wenn man homosexuell ist“, ist nur einer der verstörenden Kommentare.

 
 

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