Lidl verkauft Billig-Thermomix – doch ein Detail macht das Gerät gefährlich

Lidl verkauft einen günstigen Küchenhelfer – doch die Sache hat einen Haken.
Lidl verkauft einen günstigen Küchenhelfer – doch die Sache hat einen Haken.
Foto: dpa

Der Thermomix von Vorwerk erfreut sich in deutschen Küchen einer enormen Beliebtheit. Für Menschen mit geringem Einkommen gibt es aber ein Problem: Er ist richtig teuer. Deswegen bringen Unternehmen immer wieder Geräte auf den Markt, die die Funktionen des Thermomix imitieren sollen und gleichzeitig aber deutlich günstiger sind.

Lidls Antwort auf den teuren Thermomix? „Monsieur Cuisine Connect“ – ein deutlich günstigeres Küchengerät, das die Funktionen erfüllen soll. Doch das Gerät hat mehrere Probleme in sich verbaut.

Thermomix-Alternative von Lidl: Gefährliche Sicherheitslücken

Zum einen läuft das Betriebssystem auf einer veralteten Android-Version aus dem Jahr 2015: Android 6. Mittlerweile gibt es bereits Android 10, wie das Onlineportal „Netzwelt“ berichtet.

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Dadurch gibt es Sicherheitslücken, denn die Softwareupdates von Android reichen gerade mal bis ins Jahr 2017, seitdem wird das Betriebssystem Android 6 nicht mehr unterstützt bzw. erhält keine Updates mehr.

Nicht genutztes Mikrofon verbaut

Falls du noch immer keine Probleme erkennst, machen dich vielleicht die folgenden Tatsachen hellhörig: Das Gerät verfügt über eine Internetverbindung und – was viel bedenklicher ist – ein eingebautes Mikrofon.

Merkwürdig, da die Küchenmaschine über keine Sprachsteuerung verfügt. Somit ist das verbaute Mikrofon eigentlich völlig nutzlos.

Internet, Mikrofon und Sicherheitslücken – gefährliche Kombination

Laut „Netzwelt“ ist das Mikrofon standardmäßig ausgeschaltet, allerdings soll es sich ohne große Probleme aktivieren lassen. Hacker haben dies laut Stern ausprobiert und siehe da: Es funktioniert. Sie konnten es sogar ohne Probleme benutzen.

Besonders vor dem Hintergrund der vorhandenen Internetanbindung und den nicht geschlossenen Sicherheitslücken sowie dem Mirkofon ist also Vorsicht geboten.

Der Spion in der eigenen Küche

Die „Monsieur Cuisine Connect“ kann zum Spion in der Küche, schnell mit Malware infiziert oder in ein Botnetz integriert werden. Lidl hat gegenüber Stern nun eine Stellungnahme dazu abgegeben.

Dort erklärt der Supermarkt-Riese, dass das Mikrofon deaktiviert sei und die Sicherheitslücken mit Updates geschlossen werden können.

Da das letzte Sicherheitsupdate allerdings aus dem Jahr 2017 stammt, ist fraglich, ob die Lücken tatsächlich geschlossen werden können. (db/fb)

 
 

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