Leuchtende Nachtwolken über NRW – das steckt hinter dem mysteriösen Himmelsphänomen

Seltsamen Phänomen: Leuchtende Nachtwolken über den Dächern einer Stadt.
Seltsamen Phänomen: Leuchtende Nachtwolken über den Dächern einer Stadt.
Foto: imago images / blickwinkel

Jedes Jahr um die Sommersonnenwende kann man in NRW und anderen nördlichen Teilen Deutschland ein interessantes Wetterphänomen beobachten. Am Nachthimmel leuchtet plötzlich nicht nur der Mond, sondern auch die Wolken.

Auch in den kommenden Tagen stehen die Chancen gut, das seltsame Phänomen in NRW und Norden Deutschlands zu beobachten.

Wolken leuchten plötzlich nachts in NRW und Norden Deutschlands

Die leuchtenden Nachtwolken entstehen in mehr als 80 Kilometer Höhe in der sogenannten Mesopause, erklärt Meteorologe Andreas Machalica.

Mesopause ist der kältesten Bereich der Erdatmosphöre. Dort herrschen die Temperatuten von bis zu minus 120 Grad. Bei solch extremer Kälte gefriert die in der Luft vorhandene Feuchtigkeit und bildet Eiskristalle.

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Sonne leuchtet die Eiskristalle an

Wenn die Sonne zwischen 6 und 16 Grad unter dem Horizont steht, werden die Eiskristalle von der Sonne angeleuchtet. Dabei bleibt der Rest des Himmels aber dunkel.

Die Kerne dieser Eiskristalle können aus Meteoritenstaub oder Aerosolpartikeln von Vulkanausbrüchen bestehen.

Hier kannst du das Phänomen in Deutschland sehen

Am besten kann man das seltsame Phänomen in Deutschland in den Regionen von Frankfurt am Main bis ganz in den Norden beobachten.

Die perfekte Zeit, um die leuchtenden Nachtwolken zu beobachten, ist etwa eine bis drei Stunden nach Sonnenuntergang und direkt vor Sonnenaufgang. Bis Ende Juli wird das Phänomen am Himmeln zu sehen sein.

Leuchtenden Nachtwolken treten immer häufiger auf

Die leuchtenden Nachtwolken sind auch kein neues Phänomen. Zum ersten Mal wurde die Erscheinung in 1885 gesichtet. Damals traten die Leuchtwolken höchstwahrscheinlich wegen dem Ausbruch des indonesischen Vulkans Krakatau zwei Tage zuvor auf.

In den letzten 30 Jahren sieht man die leuchtenden Nachtwolken allerdings immer häufiger. Einige Experten gehen davon aus, dass dies an der erhöhten Methankonzentration in höheren Luftschichten zu tun hat. Diese wiederum ist durch den Klimawandel bedingt. (ses)

 
 

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