"Landärztin"-Gast Nina Hoger über Rosen und Rollen

Johanna (Christine Neubauer, links) und ihre Freundin Karen (Nina Hoger) verstehen sich prächtig.
Johanna (Christine Neubauer, links) und ihre Freundin Karen (Nina Hoger) verstehen sich prächtig.
Foto: ARD Degeto/Ziegler Film/Wega Film/Britta Krehl
„Die Landärztin“ öffnet an diesem Freitag wieder ihre Praxis in der ARD. Seit 2005 therapiert Christine Neubauer als TV-Medizinerin. Bei der zehnten Episode stehen viele bekannte Schauspieler an ihrer Seite, darunter Johanna von Koczian, Siegfried Rauch, August Schmölzer – und Nina Hoger.

Berlin.. Herz-Schmerz? Kein Problem: „Die Landärztin“ (ARD) öffnet an diesem Freitag, 20.15 Uhr, wieder ihre Praxis. Seit 2005 therapiert Christine Neubauer als TV-Medizinerin das Weh und Ach eines großen Publikums, das sich vor allem nach heiler Welt sehnt. Logisch, dass Regisseur Michael Kreihsl bei der zehnten Episode nicht vom Erfolgsrezept abweicht. Dabei setzt er auf die Zugkraft bekannter Schauspieler, darunter Johanna von Koczian, Siegfried Rauch, August Schmölzer – und Nina Hoger. Wir haben die 52-Jährige in ihrem Garten vor den Toren Berlins erreicht.

Sie schnibbelt, sie schneidet, sie jätet, sie harkt: Gartenarbeit ist ihr Ding. Die gebürtige Hamburgerin nimmt für sich in Anspruch, den grünen Daumen zu haben.

Mit den „Dienstagsfrauen“ in der Fränkischen Schweiz

Die Frau mit den markanten rostroten Locken kommt von Dreharbeiten. Nina Hoger und die drei übrigen „Dienstagsfrauen“ standen in der Fränkischen Schweiz vor der Kamera, um im zweiten Teil der ARD-Reihe „Sieben Tage ohne“ (Titel) zu leben. Bald geht es für Nina Hoger weiter. Eine Gastrolle in der höchst erfolgreichen ARD-Serie „Um Himmels Willen“ steht an.

TV-SerieAber jetzt genießt Nina Hoger die Gartenarbeit. „Da entspanne ich mich, das genieße ich sehr, das kann ich acht, neun Stunden am Tag machen.“ Und nötig ist es auch: Es hat sich „einiges an Unkraut angesammelt“.

Spaß und Notwendigkeit halten sich die Waage – wie im Beruf. Pragmatismus sei nicht nur hilfreich, gesteht die Künstlerin offen, „der ist heutzutage sogar ziemlich angebracht. Die Auftragslage ist wellenförmig. Es wird ja längst nicht mehr so viel gedreht wie früher. Es gibt viele wunderbare Schauspieler in Deutschland, und wir müssen alle unsere Miete bezahlen“.

Überhaupt ist Nina Hoger eine Frau der klaren Ansage. Norddeutsch trocken, aber nicht ohne Humor, ihre Mutter Hannelore nicht ganz unähnlich, die von Publikum und Presse als „Bella Block“ geachtet, ja geliebt wird. Nina Hoger selbst startete mit dem Fünfteiler „Die Bertinis“ Ende der 80er durch. Seither ist sie eine feste Größe im Unterhaltungsfernsehen.

„Die Beurteilung war und ist doppelt kritisch“

War für der berühmte Name der Mutter ein Türöffner für die Tochter? Nina Hoger klingt nachdenklich: „Ja, vielleicht, aber war und ist die Beurteilung doppelt kritisch.“ Zumal die beiden Damen gern verglichen und damit – ob sie wollen oder nicht – in Konkurrenz zu einander gesetzt werden. „Irgendwann geht’s einem auf den Keks“, sagt Nina Hoger, „ich bin keine zwölf mehr, ich bin eine eigenständige Person. Das ist auf die Dauer schwierig, immer mit der Mutter verglichen zu werden.“ Leicht bitter schiebt Nina Hoger nach: „Das ist manchmal sogar ein wenig kränkend. Aber mittlerweile stehe ich da drüber.“ So sehr, dass sie gelegentlich auch mit ihrer Mutter vor der Kamera steht. Beide machen dabei eine gute Figur.

 
 

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