Küppersbusch schäumt wieder

Hier bekommt jeder sein Fett weg, bloß nicht drängeln. Und weil „Tagesschaum“ ein tagesaktuelles Format ist, geht’s immer denen zuerst an den Kragen, die in der Woche den größten Mist gebaut haben.

Doch schön der Reihe nach: „Tagesschaum“ ist das neue TV-Format von und mit Friedrich Küppersbusch. Der Mann hat sich in den 90ern einen Namen gemacht mit gehobener Fernsehunterhaltung, mit Politsatire. „Zak“ hieß das Format und lief seit 1988 im WDR, ab 1993 auch in der ARD. Schluss war 1996. Küppersbusch verschwand kurz danach ganz von der Mattscheibe.

Und ist jetzt mit einem fast 15-minütigen Format zurück: „Tagesschaum“. Seit Montag, 23.15 Uhr, im WDR. Eine halbe Stunde früher stand die Sendung schon auf YouTube. Das ist Konzept. Und dass die Sendung jetzt kommt, übrigens auch. Denn „Tagesschaum“ soll gegen Wahlmüdigkeit helfen.

Womit wir bei Peer Steinbrück und seinem Kompetenzteam wären. „C-Promis, ein hüftsteifiger Moderator und ‘ne lausige Location – das ist das Erfolgsrezept von ,Das perfekte Sozi-Dinner’“, ätzt Küppersbusch über den SPD-Kanzlerkandidaten, ohne eine Miene zu verziehen. „Tagesschaum“ ist wie „heute show“, nur ohne viel Brimborium.

Zack, zack, zack: Küppersbusch teilt aus. Ob Obama, Lanz oder de Maizière, die „Nebelgranate der Herzen“, sie alle haben diese Woche versagt, sie alle bekommen ein wenig „Tagesschaum“ ab – scharf und pointiert. Zu schade, dass bald schon Wahl ist. Bis dahin gibt es jeden Montag, Dienstag und Donnerstag neuen Schaum.

 
 

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