Kreuzfahrt: Urlauber hätten nie gedacht, dass ER mit ihnen unterwegs ist

Die Polizei verhaftete einen Kreuzfahrt-Passagier
Die Polizei verhaftete einen Kreuzfahrt-Passagier
Foto: imago images / penofoto

Die entspannten Kreuzfahrt-Urlauber haben vermutlich gerade die Sonnenstrahlen auf der griechischen Insel Mykonos genossen, als einer ihrer Mitreisenden von der Polizei verhaftet wurde.

Was die Kreuzfahrt-Urlauber nicht wussten: Der Mann ist ein mutmaßlicher Terrorist. Er wird seit 34 Jahren von der Polizei gesucht, weil er an einer Flugzeugentführung beteiligt gewesen sein soll.

Kreuzfahrt: Passagier landet im Gefängnis

Für den 65-Jährigen lägen zwei von Deutschland beantragte europäische Haftbefehle vor. Das teilten die griechischen Behörden am Samstag mit. Schon am Donnerstag wurde der Tatverdächtige auf der Insel Mykonos festgenommen.

Laut Medienberichten befindet sich der Mann bereits im griechische Gefängnis Korydallos nahe Athen. Die Bundesanwaltschaft wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten äußern.

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Kreuzfahrtschiff war auf dem Weg von Mykonos in Richtung Türkei

In Griechenland wird gerätselt, ob es sich bei dem Festgenommenen wirklich um einen der zwei Männer handelt, die 1985 den Trans-World-Airlines Flug 847 entführt hatten.

Er soll auf einem Kreuzfahrtschiff nach Mykonos gereist und kurz vor der Rückfahrt in die Türkei gewesen sein, als sein Name bei der Kontrolle der Personalien auffiel und er festgenommen wurde. Hinterfragt wird, ob ein international gesuchter Terrorist wirklich unter eigenem Namen eine Reise in die EU antreten würde.

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Flugzeugentführer nahmen 161 Geiseln

Der Flug TWA 847 war im Juni 1985 mit 153 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Weg von Athen nach Rom gekapert worden. Die beiden Entführer waren Angehörige der Hisbollah.

Sie nannten sich „Organisation für die Unterdrückten der Welt“. Die Hisbollah ist eine schiitische Partei und Miliz, die im Libanon agiert.

Nach der Entführung pendelte die Maschine tagelang zwischen Beirut (Libanon) und Algier (Algerien) hin und her. Bei einem Stopp in Beirut wurde einer der Passagiere, ein US-Marinetaucher, von den Terroristen getötet und anschließend auf das Rollfeld geworfen.

Alle Passagiere und Crew-Mitglieder kamen frei

Während wochenlanger intensiver Verhandlungen kamen nach und nach alle übrigen Passagiere und Besatzungsmitglieder frei. (vh/mit dpa)

 
 

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