Frau lässt im Krankenhaus die Geräte ihres Bruders abstellen – wenige Wochen später erhält sie einen unerwarteten Anruf

Eine tragische Verwechslung hat sich in einem New Yorker Krankenhaus zugetragen. (Symbolbild)
Eine tragische Verwechslung hat sich in einem New Yorker Krankenhaus zugetragen. (Symbolbild)
Foto: imago

New York. Im Juli des vergangenen Jahres erhielt Shirell Powell einen Anruf aus einem Krankenhaus in New York: Ihr Bruder sei wegen einer Drogen-Überdosis ins St. Barnabas Hospital eingeliefert worden.

Schnell eilte die junge Frau aus Brooklyn zu ihrem Bruder. „Er hatte Schläuche im Mund und eine Nackenstütze“, erklärt sie später der „New York Post“. Die Ärzte teilten Powell mit: Das Gehirn ihres Bruders sei vom Drogenmissbrauch stark geschädigt worden.

Zwei Tage später wurde Frederick Williams für hirntot erklärt. Powell und die Familie beschließen, die Geräte ihres Bruders abschalten zu lassen.

New York: Plötzlicher Anruf aus dem Krankenhaus

Als die Familie gerade die Beerdigung plante, meldet sich plötzlich das Krankenhaus und überbringt die schreckliche Nachricht: Bei dem Mann, der verstorben war, handelte es sich gar nicht um Powells Bruder! Der Mann hieße Freddy Clarence Williams, ihr richtiger Bruder hingegen sitze in Untersuchunsghaft im New Yorker Gefängnis Rikers Island.

Shirell Powell: „Ich wurde fast ohnmächtig, weil ich jemanden getötet habe, den ich noch nicht einmal kannte. Ich gab meine Zustimmung.“

Wie konnte es überhaupt zu dieser Verwechslung kommen?

Doch wie konnte es überhaupt zu dieser Verwechslung kommen? Das Gesicht des Patienten sei stark angeschwollen gewesen. Sowohl der Tote als auch der Bruder waren Afro-Amerikaner und etwa 40 Jahre alt. Und: Powells Bruder war vor einigen Wochen im gleichen Krankenhaus gewesen und hatte damals die Nummer seiner Schwester hinterlegt.

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Schlaflose Nächte und psychologische Behandlung

Zwar hatte eine weitere Schwester von Frederick Williams Zweifel, ob es sich bei dem Patienten wirklich um ihren Bruder handelte. Doch sie ließ sich überzeugen. Selbst Williams' Töchter erkannten in dem Kranken ihren Vater.

Shirell Powell, die angibt, seit dem Vorfall in psychologischer Behandlung zu sein und nicht mehr schlafen zu können, hat das Krankenhaus mittlerweile verklagt. Ihr Anwalt sagte dem US-Sender „CNN“, dass das Krankenhaus bisher nicht eingesehen habe, an der Verwechslung Schuld zu tragen und auch entschuldigt habe sich noch niemand.

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Lebenserhaltende Maßnahmen verlangsamen den Sterbeprozess. Dazu gehören künstliche Ernährung durch Sonden oder künstliche Zufuhr von Flüssigkeiten. Hierbei übernehmen Maschinen die Funktion, die sonst der Körper übernehmen würde. In Deutschland kann der Einsatz von lebenserhaltenden Maßnahmen vom Patienten im Vorhinein geregelt werden.

Über eine Patientenverfügung kann ein Mensch die Entscheidung über lebensverlängernde Maßnahmen vorab an einen anderen Menschen übertragen.

 
 

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