Kofferpacken mit System

Rollen statt falten: So kann Kleidung relativ faltenfrei transportiert werden.
Rollen statt falten: So kann Kleidung relativ faltenfrei transportiert werden.
Foto: Getty Images
Mit der richtigen Planung entsteht kein Chaos – und der Platz reicht aus. Wer einige Profitipps beherzigt, kann seinen Urlaub ganz entspannt angehen.

Der Platz reicht nicht aus, Ketten und Ringe tingeln durch Hohlräume und faltenfreie Blusen erscheinen später in Knitteroptik. So schön der Urlaub auch ist, das Kofferpacken stresst enorm. Fast jeder dritte Deutsche gab in einer repräsentativen Umfrage an, dass ihm dieser Punkt der Reisevorbereitung die größten Sorgen bereite. Dabei muss das gar nicht sein. Mit folgenden Tipps geht alles glatt.

Was darf mit?

Wer rechtzeitig plant, ist klar im Vorteil. In einem Video empfehlen die Reiseprofis des Flughafens London-Heathrow: „Alle in Frage kommenden Sachen vor dem Packen zunächst auf das Bett legen – und dann ein Drittel davon streichen.“ (Ja, das gilt auch für die Damen.) Die Erfahrung zeige: Etliche Kleidung tritt ungetragen die Heimreise an. Warum also so viel Ballast herumschleppen?

Morgens zum Strand, nachmittags die Städtetour, abends eine Party – und in allen Situationen will man richtig gekleidet sein. Modeexperten empfehlen deshalb, zu Hause die Teile so geschickt auszuwählen, dass sie sich im Urlaub gut kombinieren lassen. So genannte Basics, die sich sowohl aufhübschen lassen, beispielsweise mit Schmuck, einem Schal oder schicken Schuhen, die aber auch bequem sind und zu sportlichen Schuhen passen. Wer nur bunt karierte Blusen, wild gestreifte Röcke und Strickjacken im Batik-Look dabei hat, könnte vor Kombinationsproblemen stehen. . . Tipps zur Kleiderwahl geben Stilexperten unter anderem bei „Youtube“ (Stichworte: Koffer packen).

Klug verpacken

Kleinteile nutzen die Zeit bis zur Ankunft am Urlaubsort gerne, um eine zwanglose Tour durch den Koffer zu unternehmen. Sie machen sich selbstständig. Kabel winden sich durch Unterhosen, Ketten verknoten sich, Ringe tingeln durch die Gegend. Das Chaos bleibt aus, wenn alle Kabel (für Handy, Kamera etc.) gemeinsam in einem Extrabeutel verstaut werden, der in den Koffer gelegt wird. Schmuck kann in Küchentücher gewickelt werden, damit er sich nicht verselbstständigt.

Für einzelne Ketten eignen sich auch Strohhalme als Transportboxen. Flüssigkeiten wie Shampoo, Duschgel oder Sonnencreme laufen unterwegs gerne aus. Wer sie sicher verstauen möchte, sollte sie nicht in einem, sondern am besten gleich in zwei Plastikbeuteln unterbringen.

Alles hat seinen Platz

Eine wichtige Regel heißt: Schweres wie Schuhe und Kosmetiktaschen gehört nach unten. Dazu zählen Kosmetiktaschen und Schuhe. Am besten werden diese in der Nähe der Kofferrollen platziert, damit sie keine leichteren Dinge nach unten drücken.

Der Innenraum der Schuhe eignet sich, um Socken oder andere weiche Teile darin zu verstauen. „Auch die Räume zwischen den Schuhpaaren mit Unempfindlichem auffüllen“, raten die Experten des Flughafens Heathrow.

Empfindliche Kleidung

T-Shirts, Pullover und andere Baumwollteile werden am besten eng zusammengerollt. So können sie faltenfrei und rutschfest in den Koffer sortiert werden. Zerbrechliches wie eine Brille kann mit eingerollt und geschützt werden. Hosen sollten am besten zusammengelegt und nur ein Mal gefaltet werden. Am empfindlichsten sind Blusen und Hemden.

Sie sollten ganz oben im Koffer landen, ineinander gefaltet und am besten in den leichten Plastikfolien aus der Reinigung belassen werden. Noch etwas: Ein paar leichte Metallbügel aus der Reinigung können prima mit auf Reisen gehen. Wie oft herrscht in Hotelkleiderschränken Bügelarmut. . .

Und wenn die schöne, einst glatte Bluse doch einmal auf der Reise eine Crash-Optik annimmt, hilft folgender Trick: Auf einen Bügel hängen und den Stoff leicht anfeuchten. Beim Trocknen ziehen sich Falten raus.

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