Königliche Portraits sind ein Ladenhüter

Den Haag..  Für Rineke Dijkstra, Femmy Otten und Iris van Dongen saß Willem-Alexander der Niederlande höchstpersönlich Modell. Die offiziellen Königsportraits der drei Künstler können über das Internet bestellt werden. Ab 525,50 Euro das Stück. Im Großformat 1089,65 Euro. Nur: Keiner will sie haben. Sie entpuppen sich als Ladenhüter. In diesem Jahr wurden erst 46 Portraits bestellt. Unter den Käufern waren nur zwölf Privatpersonen, die sich ein Portrait ihres Königs ins Wohnzimmer hängen wollten. Die übrigen Käufer waren Unternehmen oder staatliche Stellen, die ihre Räumlichkeiten mit dem offiziellen Portrait des 47-Jährigen schmücken wollten. „Die Nachfrage ist gering, das ist richtig“, ist aus dem Haager Kultusministerium zu hören, das offiziell für die Vermarktung zuständig ist. „Aber das ist ein langfristiges Projekt. Die Portraits sind ja noch nicht so lange zu kaufen.“

Direkt nach dem Amtsantritt von König Willem-Alexander und Königin Maxima am 30. April 2013 gab es indes neue königliche Portraitfotos von Seiner Majestät und Ihrer Majestät vom Hof kostenlos. Man konnte sie und kann sie noch immer über Internet herunterladen und sie ausdrucken lassen. So gut wie alle offiziellen Stellen und staatlichen Behörden taten das und tauschten es gegen das von Beatrix aus.

Die drei Künstler müssen trotz der mangelhaften Nachfrage nach ihrem Werken nicht darben. Sie wurden fürstlich entlohnt. Jeder von ihnen erhielt 75 000 Euro Honorar für sein Werk.

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