„Nach Mekka kacken geht gar nicht“: Köln plant wohl „kultursensible Toilette“ für Muslime

Ähnlich wie dieses Raststätten-Klo soll die Toilette für Muslime aussehen: in den Boden eingelassen und zum Hinhocken.
Ähnlich wie dieses Raststätten-Klo soll die Toilette für Muslime aussehen: in den Boden eingelassen und zum Hinhocken.
Foto: Horst Rudel / imago
  • In einer Ausstellungshalle in Köln soll einem Bericht zufolge eine Art Plumpsklo für Muslime entstehen
  • Sie soll in den Boden eingelassen und mit Wasserschlauch statt Klopapier ausgestattet sein
  • Das würde eher der Kultur islamisch geprägter Länder entsprechen

Köln.  Wer früher auf französischen Autobahnraststätten Halt gemacht hat, bekam es oft mit einer besonderen Art von Toilette zu tun: ohne Sitzschüssel, in den Boden eingelassen – oder anders gesagt: abenteuerlich. Über so ein Modell denkt man jetzt offenbar in Köln nach. Um Muslime willkommen zu heißen.

Wie der „Express“ berichtet, werde dort im Bürgerzentrum Alte Feuerwache bald eine „kultursensible Toilette“ gebaut. Denn eine in den Boden eingelassene Version entspreche eher der islamischen Kultur, sagte Konrad Müller, Vorstand des Bürgerzentrums, der Zeitung. „Und wir möchten den Menschen aus diesen Ländern damit das Gefühl geben, dass sie hier zu Hause sind.“ Auch im asiatischen Raum sind solche Toiletten Standard.

Neben der Tieferlegung soll die Toilette noch über weitere Spezial-Features verfügen:

• kein Toilettenpapier, dafür ein Wasserschlauch oder ein Wassergefäß,

• Ausrichtung in Nord-Süd-Richtung.

Letzteres sei laut Müller wichtig, weil sie sonst nach Mekka ausgerichtet wäre. Und: „Nach Mekka kacken geht gar nicht“, so der Vorstand.

Das Bürgerzentrum sieht die besondere Toilette auch als Beitrag zum interkulturellen Lernen. Die Toilette sei schließlich nicht nur Muslimen vorbehalten.

(cho)

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