Köln: Frau kauft sich Kiosk – doch dann geschieht ein Drama

Kioskbesitzerin Martina aus Köln steht vor dem Aus.
Kioskbesitzerin Martina aus Köln steht vor dem Aus.
Foto: Screenshot/Kabel1

Sie wollte sich einen Traum erfüllen: den eigenen Kiosk. Doch für Martina aus Köln wurde ihr „Büdchen em Veedel“ zum Albtraum. In der Kabel1-Sendung „Unser Kiosk – Trost und Prost im Viertel“ erzählt sie ihre Geschichte.

Der Albtraum begann einen Monat vor den Dreharbeiten in Köln-Dünnwald. Ihr Mann Frank gerät mit Nachbarn in Streit. Frank wird angegriffen. Fünf Mal wird ihm mit einem Messer in den Rücken gestochen. Ein Stich davon war tödlich, erzählt Martina bei „Unser Kiosk – Trost und Prost im Viertel“.

„Unser Kiosk – Trost und Prost im Viertel“ in Köln: Für Martina brach eine Welt zusammen

Für Martina und ihre Tochter Lisa brach eine Welt zusammen. Noch immer kann sie nicht glauben, nicht verstehen, was damals passierte. „Es ist, als kommt er wieder. Als wenn er in der Reha wäre oder so was, und gleich wiederkäme. Es ist noch nicht real.“

Doch es ist nicht nur der menschliche Verlust, der an den beiden nagt. Vater Frank war der Hauptverdiener der Familie. Sein Gehalt sicherte die Existenz von Martina und Lisa. Das Geld fehlt den beiden nun. Wie lange sie es noch schaffen? Unklar.

Im Viertel fehlt Frank. Stammkundin Katrin schildert den Verlust: „Mir fehlt der Frank auch. Wie er immer draußen stand, wie so ein Buddha, wie so ein Magnet. Er hat jeden angesprochen und hat Lebensfreude ausgestrahlt. Da sind die Leute von alleine gekommen.“

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Martina fehlen die Kunden

Kundschaft, die Martina nun fehlt. Vor allem im Winter während der Dreharbeiten sah es düster für die Kiosk-Frau aus. Im Sommer würden genügend Kunden kommen, so Martina. In den kalten Monaten an manchen Tagen niemand.

Ihre Hoffnung: die Witwenrente. Rund 1000 Euro bräuchte Martina, um die Lücke zu schließen. Doch als der Bescheid eintrifft, kommt die „fette Schocknachricht“. Gerade einmal 515,82 Euro bekommt Martina. Brutto. „Heute ist ein ganz schwarzer Tag“, so Martina. „Fast so schwarz wie der Tag, an dem mein Mann gestorben ist.“ Traurig schaut sie in die Kamera.

Spendensammlung für die Kölnerin

Ihr droht die Schließung des Kiosk. Die letzte Hoffnung ist nun ihr Steuerberater. Und auch der hat nicht wirklich gute Nachrichten für die Kiosk-Betreiberin. Er empfiehlt, dass Tochter Lisa nicht mehr im Kiosk mitarbeiten solle. So könnte ein zweites Gehalt in die Familienkasse einfließen.

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Und auch Stammkundin Katrin will helfen. In der Nachbarschaft versucht sie, Spenden für die Witwe zu sammeln. Ob das reicht, wird die Zukunft zeigen.

 
 

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