Knöllchen-Wut: Männer verletzen in Düren zehn Polizisten

Zehn Polizisten wurden in Düren verletzt, als ein Autofahrer wegen eines Knöllchens ausrastete und Verstärkung bekam.
Zehn Polizisten wurden in Düren verletzt, als ein Autofahrer wegen eines Knöllchens ausrastete und Verstärkung bekam.
Foto: Archiv/Thomas Nitsche
Ein Knöllchen in Düren wird zum Fall für den NRW-Innenminister Jäger: Er fordert die ganze Härte des Staates, nachdem zehn Polizisten verletzt wurden.

Düren. In Rage über ein Knöllchen für sein falsch geparktes Auto sollen ein 46-jähriger und sein Sohn mit weiteren Männern zehn Polizisten verprügelt haben. Schließlich griff sogar ein Spezialeinsatzkommando ein.

Der Mann war im rheinischen Düren mit seinen Söhnen auf die Straße gestürmt, als ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes ihm ein Knöllchen schreiben wollte, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Weil die Männer den Beamten bedrohten, rief dieser die Polizei.

Ein Polizist stationär in Klinik

Als die Einsatzkräfte anrückten, seien die Männer „mit roher Gewalt und Aggression“ auf die Beamten losgegangen - so schildert es die Polizei. Auf zehn Polizisten wurde so sehr eingeprügelt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Ein schwer verletzter Beamter blieb stationär im Krankenhaus.

Erst mit der angeforderten Verstärkung konnte die Polizei den 46-Jährigen und seinen 27 Jahre alten Sohn festnehmen. Ein weiteres Familienmitglied kam wieder frei, weil er anders als zunächst angenommen keine Rolle gespielt hatte.

SEK nimmt in der Nacht Mann fest

Ein Spezialeinsatzkommando fasste aber am späten Abend in einer Wohnung in Düren einen weiteren Tatverdächtigen. Weitere Fahndungsmaßnahmen liefen. Die Polizei teilte nicht mit, wie viele Männer insgesamt über die Polizisten hergefallen seien. Sie schrieb von Deutschen mit türkischem Migrationshintergrund.

Die Täter würden die ganze Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen, kündigte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) an. Das zeigten die ersten Festnahmen. „Was mit Respektlosigkeit gegenüber Mitarbeitern des Ordnungsdienstes anfing, endete in einem brutalen Angriff auf die zu Hilfe gerufenen Polizisten.“ Das sei absolut inakzeptabel. Seine Gedanken seien vor allem bei dem schwer verletzten Beamten (dpa)

 
 

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