Klassenfahrt verzögert sich: Der Busfahrer hat gar keinen Führerschein

Aus einer pünktlichen Abfahrt wurde nichts. (Symbolbild)
Aus einer pünktlichen Abfahrt wurde nichts. (Symbolbild)
Foto: MANUEL GEISSER / imago/Geisser
  • Eine Berliner Grundschulklasse wollte am Montag zur Klassenfahrt aufbrechen
  • Eine Polizeikontrolle kam dazwischen
  • Dem Busfahrer fehlten diverse Dokumente

Berlin.  Damit haben wohl weder Schüler noch Lehrer gerechnet: Eine Berliner Schulklasse konnte am Montag nicht wie geplant zur Klassenfahrt aufbrechen. Der Grund: Der Busfahrer hatte keinen Führerschein. Der kuriose Vorfall wird in einer Polizeimeldung der Berliner Polizei geschildert.

Demnach habe die Polizei am Montagmorgen im Berliner Bezirk Charlottenburg einen Busfahrer kontrolliert und festgestellt, dass keine Fahrerlaubnis vorläge. In dem Reisebus hätten sich Grundschüler und Lehrkräfte befunden, die gerade zu einer Klassenfahrt aufbrechen wollten.

Dokumente abgelaufen

Im Zuge der Personalienfeststellung habe die Polizei bemerkt, dass der tschechische Führerschein bereits Ende September 2015 abgelaufen war. Die ausgehändigte Fahrerkarte für den Fahrtenschreiber sei bereits seit Mai 2012 nicht mehr gültig.

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Auch einen Nachweis über eine absolvierte Berufskraftfahrerqualifikation habe der 39-jährige Mann nicht erbringen können.

Die Weiterfahrt sei nach Rücksprache mit der Berliner Staatsanwaltschaft untersagt worden. Der falsche Fahrer habe außerdem eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.200 Euro zahlen müssen. Für die Schulklasse sei der gerade erst begonnene Ausflug nach einer Verzögerung weitergegangen: Das Busunternehmen habe einen Ersatzfahrer samt Bus geschickt. (raer)

 
 

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