Klagen gegen Atomkraftwerk Tihange – 2018 wohl Verhandlung

Das Kernkraftwerk Tihange in Belgien besteht aus drei Blöcken mit Druckwasserreaktoren.
Das Kernkraftwerk Tihange in Belgien besteht aus drei Blöcken mit Druckwasserreaktoren.
Foto: Rainer Keuenhof / imago/Manngold
Seit rund einem Jahr ist das Kernkraftwerk Tihange in Belgien ein Fall für die Gerichte. Eine erste Verhandlung wird 2018 angestrebt.

Aachen.  Im Rechtsstreit gegen das umstrittene belgische Atomkraftwerk Tihange könnte 2018 ein entscheidendes Jahr werden. Das Gericht Erster Instanz in Brüssel will am 23. November über die sogenannte Betroffenheits-Klage der Städteregion Aachen und 13 weiterer Kläger zum ersten Mal mündlich verhandeln, wie der Gemeindeverbund mit zehn Kommunen mitteilte. Die Kläger fordern die Stilllegung von Tihange 2 und begründen das mit der persönlichen Betroffenheit im Falle eines schweren Atomunfalls.

Die Städteregion hatte vor rund einem Jahr zwei Klagen gegen den Reaktorblock 2 eingereicht, dessen Sicherheit wegen Tausender kleiner Risse umstritten ist.

Reaktorblock Tihange 2 ging kurzzeitig vom Netz

In einem weiteren Verfahren erwartet die Städteregion, dass das Oberste belgische Verwaltungsgericht 2018 zu einer ersten maßgeblichen Einschätzung kommt. Diese Klage der Städteregion richtet sich gegen das Wiederhochfahren von Tihange 2 im Dezember 2015. Der Reaktorblock Tihange 2 war im März 2014 wegen Sicherheitsbedenken abgeschaltet worden, ging aber trotz Haarrissen im Dezember 2015 wieder ans Netz. Die Städteregion geht davon aus, dass es für das Wiederhochfahren keine Genehmigung gab. (dpa)

 
 

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