Kiffen für den guten Zweck: In den USA startet ein Cannabis-Stipendium

US-Amerikaner kiffen jetzt für den guten Zweck: Mit den Steuereinnahmen aus dem Cannabis-Verkauf werden ab sofort Stipendien finanziert.
US-Amerikaner kiffen jetzt für den guten Zweck: Mit den Steuereinnahmen aus dem Cannabis-Verkauf werden ab sofort Stipendien finanziert.
Foto: Cris Faga / imago/Future Image
  • Im US-Bundesstaat Colorado startet ein neues Förderprogramm: das Cannabis-Stipendium!
  • Dabei gehen Steureinnahmen aus dem Hanfanbau an mittellose Studenten
  • Öffentlich zeigen sich die Behörden stolz über ihr Hilfsprogramm

Pueblo County/Colorado.  Nein, mit dem Cannabis-Stipendium können amerikanische Studenten nicht kiffen – dafür aber ihr Studium finanzieren. Und das funktioniert so: Im US-Bundesstaat Colorado ist der Konsum wie auch der Anbau von Marihuana legal. Hanfbauern werden besteuert. Mit einem Teil dieser Steuereinnahmen kann der Bundesstaat dann Studenten fördern, die aus ärmeren Verhältnissen stammen.

Die Idee zum Marihuana-Stipendium wurde bereits letztes Jahr präsentiert. Nun startet Pueblo County als erster Landkreis die Initiative, wie die „Boston Twenty Five News“ berichteten. Mithilfe der Hanfsteuer werden nun 300 bis 400 Studenten mit 1000 Dollar (etwa 915 Euro) im Monat gefördert. Und Colorado kann großzügig sein, denn es hat dem Online-Protal „Our Community Now“ zufolge durch die Marihuana-Industrie bereits 1,2 Milliarden Euro eingenommen.

Durch Marihuana-Verkauf die Bildungschancen erhöhen

Die Behörden von Pueblo sind stolz auf ihre originelle Förderung. „Zu viele Kinder können es sich nicht leisten, zur Universität zu gehen, mit diesem Programm nehmen wir die Cannabis-Steuereinnahmen und nutzen sie, um die Zukunft in Pueblo glänzender zu gestalten“, heißt es in einer Presseerklärung des Beauftragten von Pueblo.

Dieser Beauftragte erklärte laut CBS in einem Interview, von den Einnahmen aus dem Hanfanbau hätten früher nur Drogenkartelle profitiert. Nun jedoch würden mit dem Marihuana-Verkauf die Bildungschancen für mittellose Studenten erhöht. Kiffen für den guten Zweck also. (leve)

 
 

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