Keine Gnade für Düsseldorfer Hexen

Auch der Stadtrat in Düsseldorf hat sich 2011 mit Hexenprozessen beschäftigt. Dabei ging es um zwei Frauen, die 1738 im Stadtteil Gerresheim verbrannt worden waren. Ein Düsseldorfer hatte in einem Antrag die Rehabilitierung der Frauen gefordert. Allerdings kam ein Theologe zu dem Schluss, dass die beiden Verurteilten zumindest nicht ganz unschuldig gewesen seien, weil sie sich in abergläubische Praktiken verwickelt hätten. Die Stadt Düsseldorf wiederum argumentierte, dass sie nicht rehabilitieren könne, weil sie keine Rechtsnachfolgerin des damals urteilenden Schöffengerichts sei. Also gab es keine symbolische Rehabilitierung der beiden Frauen; aber: Immerhin gab es eine Gedenkminute bei einer Ratssitzung.

 
 

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