Kein Platz für Homophobie! US-Talkmoderatorin Ellen DeGeneres lädt Gospelsängerin nach Hassrede aus Show aus

Mit knappen Worten macht Talkmasterin Ellen DeGeneres klar, dass in ihrer Show kein Platz für Homophobie und Hass ist.
Mit knappen Worten macht Talkmasterin Ellen DeGeneres klar, dass in ihrer Show kein Platz für Homophobie und Hass ist.
Foto: © Mario Anzuoni / Reuters / REUTERS
  • Die Gospelsängerin Kim Burrell sollte in der Talkshow von Ellen DeGeneres auftreten
  • Doch in einem Video äußerte sie sich auf herabwürdigende Weise gegen Homosexuelle
  • Jetzt ist ihr Auftritt bei DeGeneres abgesagt

New York.  Eigentlich sollte die US-Gospelsängerin Kim Burrell im US-Talk „Ellen DeGeneres Show“ auftreten, um gemeinsam mit dem Musiker und Produzenten Pharrell Williams einen Song aus dem Film „Hidden Figures: Unerkannte Heldinnen“ zu performen. Doch wegen homophober Äußerungen wurde sie nun wieder ausgeladen, wie amerikanische Medien berichten.

Ein Video in schlechter Aufnahmequalität auf YouTube soll den Berichten zufolge zeigen, wie Burrell in einer Predigt gegen Homosexuelle schießt.

Burrell will sich nicht entschuldigen

In dem Clip beschreibt Burrell homosexuelle Praktiken als „pervers“ und bezichtigt Homosexuelle der Sünde. Homosexuelle Personen würden 2017 wegen ihrer Sünden sterben, sagt sie in dem Video weiter – und erntete damit einen Shitstorm.

Ihre Aussagen wollte die Gospelsängerin jedoch nicht zurücknehmen. Sie hätte tun müssen, was Gott ihr gesagt habe, verteidigte sie sich in einem mittlerweile gelöschten Live-Video auf ihrer Facebook-Seite, wie das US-Magazin „Entertainment Weekly“ online berichtete. „Ich werde mich weder entschuldigen noch rechtfertigen“, wird sie in dem Bericht zitiert.

DeGeneres äußert sich in knappen Worten

Dem „People“-Magazin zufolge ist Burrell auch Gründerin der Love and Liberty Fellowship Church International, einer freikirchlichen christlichen Organisation aus Houston im US-Bundesstaat Texas.

Talk-Moderatorin Ellen DeGeneres, selbst homosexuell, äußerte sich nur knapp ohne direkten Bezug zu dem Video: „Für alle, die gefragt haben: Kim Burrell wird nicht in meiner Show auftauchen“, twitterte sie am Dienstag.

Pharrell Williams verurteilt Hassrede

Auch Pharrell Williams reagierte auf die homophoben Anfeindungen seiner verhinderten Duett-Partnerin. „Ich verurteile jede Form von Hassreden“, twitterte er.

„Auf dieser Welt ist kein Platz für jegliche Art von Vorurteilen. Meine größte Hoffnung setze ich auf Inklusion und Liebe für die gesamte Menschheit im Jahr 2017 und darüber hinaus.“ (jkali)

 
 

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