Kein Bier für Nazis: Mit dieser irren Aktion legt die Polizei Rechte bei Nazi-Konzert trocken

Kein Bier für Nazis: Die Polizei hat sich für das Rechtsrock-Festival in Themar eine irre Aktion ausgedacht. (Symbolbild)
Kein Bier für Nazis: Die Polizei hat sich für das Rechtsrock-Festival in Themar eine irre Aktion ausgedacht. (Symbolbild)
Foto: FrM/ZB/dpa

Themar. Will die Thüringer Polizei den Nazis etwa den Spaß verderben? Mit einer verrückten Aktion wollen die Beamten offenbar verhindern, dass die Neonazis sich auf dem bevorstehenden Rechtsrock-Festival in Themar die Kante geben.

Dazu hat sich die Polizei Thüringen in die örtliche Tankstelle eingemietet. Genau in der kaufen die Neonazis während des Festivals üblicherweise ihren Schnaps und ihr Bier für das Festival.

Kein Bier für Nazis auf dem Festival in Themar

Für das kommende Wochenende ist die Tankstelle dann für die Öffentlichkeit gesperrt – Alkoholnachschub sucht man dort vergeblich. „Die Tankstelle ist das Hauptquartier der Polizei und zur Getränkeversorgung von Neonazis nicht zugänglich“, sagte Georg Maier (SPD), Thüringens Innenminister.

Zwar setze die Polizei an diesem Wochenende für die Neonazis das Recht auf Versammlungsfreiheit durch. Für die Bürger, die ihren Protest gegen das Rechtsrock-Konzert ausdrücken wollten, werde die Polizei mehr Freund, Helfer und Auskunftsperson als Eingriffspolizei sein, sagte Thomas Quittenbaum, Vizepräsident der Landespolizeidirektion, der dpa.

Innenminister Maier wertete die Entscheidung als Erfolg. „Das trifft die hart“, sagte er zu den Beschlüssen.

----------------------------------------

Mehr Themen:

Polizei nimmt Asylbewerber fest – der Grund dafür ist sein Tattoo

Neonazi-Konzert in Ostritz: Rechtsextreme wollen Bier kaufen – und werden böse überrascht

Top-News des Tages:

Carola Rackete: Dieses Bild lässt die „Sea-Watch 3“-Aktion in einem völlig neuen Licht erscheinen

----------------------------------------

Kein Alkohol am Samstag

Alkohol sollte es wegen einer Auflage des Verwaltungsgerichts ohnehin nur am Freitag geben.. Am zweiten und letzten Veranstaltungstag herrsche ein striktes Alkoholverbot auf dem Gelände herrsche.Gegenveranstaltungen dürfen stattfinden

Mit einem Eilantrag wollten die Veranstalter die Gegenveranstaltungen, die um das Gelände herum geplant sind, verbieten. Damit scheiterten sie, das Gericht verwies auf die Versammlungsfreiheit und auf den ohnehin geplanten Sicherheitskorridor.

Einen weiteren Eilantrag bekamen die Veranstalter durch. Mit dem kippen sie die Auflage, die Mikros bei verbotenen Liedern oder Redebeiträgen sofort abdrehen zu müssen. (vh/mit dpa)

 
 

EURE FAVORITEN