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Katie Holmes soll Trennung von Tom Cruise generalstabsmäßig geplant haben

Nachdem Schauspielerin Katie Holmes sich von Hollywood-Superstar Tom Cruise getrennt und die Scheidung eingereicht hat, könnte Scientology massiven Druck auf die 33-Jährige ausüben. Damit rechnet ein Scientology-Experte nach einem Medienbericht. Tom Cruise ist eines der prominentesten Mitglieder der Sekte.

Berlin. 

Katie Holmes hat ihre Trennung von Tom Cruise einem US-Medienbericht zufolge schon seit Wochen geradezu generalstabsmäßig geplant. Bereits Mitte Juni habe der innerste Kreis um die 33-Jährige sämtliche Handys ausgetauscht, damit sie nicht mehr erreichbar sei, zitierte das Magazin „People“ am Mittwoch einen Vertrauten der Schauspielerin. Auch ihr Appartement in New York habe Holmes bereits Anfang Juni gemietet.

Während Cruise, der laut „People“ von all dem keine Ahnung hatte, privat einen herben Tiefschlag einstecken musste, läuft es beruflich für ihn umso besser: Laut US-Magazin „Forbes“ ist er mit Jahreseinnahmen von 75 Millionen Dollar (60 Millionen Euro) derzeit der bestbezahlte Schauspieler Hollywoods.

Von dem Vermögen dürfte Holmes jedoch kaum etwas sehen. Bereits am Dienstag hatte das Onlineportal „TMZ“ gemeldet, der Ehevertrag sei sehr strikt und begünstige Cruise. Holmes dürfe lediglich das Vermögen behalten, das sie mit in die Beziehung brachte. Ihr gehe es aber ohnehin nur um das alleinige Sorgerecht für die sechsjährige Tochter Suri.

Angst vor Scientology-Verhörpraktiken

Laut „TMZ“ will die Schauspielerin mit der Scheidung ihre Tochter vor dem Zugriff von Scientology und deren Verhörpraktiken schützen. Sie habe diese Methoden 2005 bei den anderen Kindern von Cruise beobachtet und als sehr beunruhigend empfunden, berichtete das Portal unter Berufung auf Quellen im Umfeld der Schauspielerin.

Bei der Prozedur handele es sich um ein sogenanntes „Sec Checking“. Den Kindern würden Fragen nach ihrem Verhältnis zu Familienmitgliedern und Lehrern gestellt, schrieb „TMZ“. Das Onlineportal berief sich auf Sektenaussteiger, die das Ritual als „milde Form des Psychoterrors“ beschrieben, mit dem Ziel, den Kindern Berichte über ihre Eltern zu entlocken.

Der deutsche Scientology-Experte Markus Thöß zeigte sich in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwochausgabe) überzeugt, dass die Sekte ihr prominentes Mitglied keinesfalls einfach ziehen lassen und Holmes stattdessen unter massiven Druck setzen wird. Sie müsse in der nächsten Zeit „mit regelrechten Schlammschlachten rechnen“, sagte der Dokumentarfilmer, der für die ARD lange über den Scientology-Geheimdienst OSA recherchiert hat.

Verfolgung von Aussteigern auf offener Straße

Zwar hatte Scientology Berichte zurückgewiesen, wonach Holmes von der Sekte belästigt werde. Thöß kann sich dies jedoch „sehr gut vorstellen“. Es komme oft vor, dass Aussteiger verfolgt würden. Es könne passieren, „dass einem jeden Tag OSA-Paparazzi auflauern, die wie verrückt filmen und Fotos machen. Dabei tragen sie dann T-Shirts mit dem Konterfei des Ausgetretenen als Karikatur“.

Das OSA wisse sehr viel über Scientology-Mitglied Holmes und werde die Informationen auch nutzen. „Katie Holmes wird sicher ganz genau wissen, dass Tom Cruise auch mit Nicole Kidman sehr heftig um die Kinder gekämpft hat“, sagte Thöß und fügte hinzu: „Sie wird sich damit auseinandersetzen müssen, dass ihr Mann nicht so einfach aufgeben und das Kind einfach abschreiben wird.“

Holmes hatte am vergangenen Donnerstag die Scheidung eingereicht und damit das Ende des „TomKat“ genannten Glamour-Paars besiegelt. Mit seiner vorherigen Ehefrau Nicole Kidman hat Cruise, der am Dienstag 50 Jahre alt geworden ist, zwei weitere Kinder. Zuvor war er mit Schauspielerin Mimi Rogers verheiratet. (dapd)