Karfreitag 2019: Dieser Kinderfilm darf an stillen Feiertagen nicht im Kino laufen

Am Karfreitag darf unter anderem „Heidi in den Bergen“ nicht im Kino laufen. (Symbolbild)
Am Karfreitag darf unter anderem „Heidi in den Bergen“ nicht im Kino laufen. (Symbolbild)
Foto: imago/Waldmüller

Karfreitag gehört zu den so genannten stillen Feiertagen in Deutschland. Ab 00.00 Uhr bis 6.00 Uhr des Folgetages darf nicht öffentlich gefeiert werden, auch Diskotheken müssen geschlossen bleiben.

Nur wenige wissen, dass auch bestimmte Filme am Karfreitag und anderen stillen Feiertagen öffentlich nicht gezeigt werden dürfen.

Mehr als 700 Filme als „nicht feiertagsfrei“ eingestuft

2016 veröffentlichte Spitzenorganisation der Filmwirtschaft eine Liste mit Filmtiteln, die an stillen Feiertagen nicht öffentlich gezeigt werden dürfen.

Die Liste zählt alle Filmtiteln, die zwischen 1980 und 2015 als „nicht feiertagsfrei“ markiert wurden. Mehr als 700 Filmtitel landeten in der Liste.

Das Verbot gilt nicht für Fernsehen und Streaming-Dienste

So wurden 91 Kino-Spielfilme im Jahr 1980 als „nicht feiertagsfrei“ eingestuft. 2015 waren es nur vier Filmtitel. „Nicht feiertagsfrei“ heißt in diesem Zusammenhang, dass diese Filme nicht öffentlich im Kino gezeigt werden dürfen.

Die Ausstrahlung dieser Filme im TV oder über Streaming-Dienste ist an den stillen Feiertagen nicht verboten.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Notre-Dame: Ermittler haben die Ursache für den Brand entdeckt

Madeira: 29 Urlauber tot nach Bus-Unglück – Überlebende vermuten diese Unfallursache

• Top-News des Tages:

Traumwetter! Ostern 2019 in Deutschland wärmer als auf Mallorca

Explosionsgefahr – Berg in den Alpen droht, in die Luft zu fliegen

-------------------------------------

Die meisten indexierten Titel sind Horror-Filme

Bei einigen Titeln ist die Entscheidung nachvollziehbar. Viele Horror-Titel dürfen am Karfreitag nicht öffentlich gezeigt werden. Dazu gehören, zum Beispiel, Filme wie „Blade“, „Freitag der 13.“, „Scream“, „Ring“ und viele andere.

Bei einigen Filmen ist die Entscheidung etwas schwierig nachzuvollziehen. So erhielt der Disney-Klassiker „Mary Poppins“ von 1964 im Jahr 1995 das Feiertags-Verbot.

„Heidi in den Bergen“ in 2001 als „nicht feiertagsfrei“ eingestuft

In 2001 erhielt die japanische Adaption der Geschichte über die deutsche Ikone Heidi ebenfalls ein Verbot. „Heidi in den Bergen“ befanden die Prüfer der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) für die Ausstrahlung an stillen Feiertagen als ungeeignet.

Der Zeichentrickfilm kann laut FSK „religiös sittliche Empfinden an stillen christlichen Feiertagen verletzen“, berichtet die Ostsee-Zeitung.

Was genau an der Geschichte über ein fünfjähriges Mädchen in einer Berghütte für das „sittliche Empfinden“ so verletzend sei, erläuterten die Prüfer aber nicht. (ses)

 
 

EURE FAVORITEN