Kardinal: Homosexuelle kommen nicht in den Himmel

Vatikan-Stadt. Wieder greift ein hoher katholischer Geistlicher Homosexuelle an: Nach Kardinal Javier Lozano Barragán kommen Homosexuelle und Transsexuelle nicht in den Himmel. "Man wird nicht homosexuell geboren, man wird homosexuell", fügte der Mexikaner hinzu.

Homosexuelle und Transsexuelle werden nach Überzeugung des früheren «Gesundheitsministers» des Vatikans, Kardinal Javier Lozano Barragán, «niemals in das Himmelsreich eintreten». Dies entspringe nicht seinen eigenen Gedanken, sondern gehe auf «den heiligen Paulus» zurück, erklärte Lozano am Mittwoch nach einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. «Man wird nicht homosexuell geboren, man wird homosexuell», fügte Kardinal Lozano hinzu. Dafür gebe es unterschiedliche Gründe, die in der «Erziehung» oder in der mangelnden «Herausbildung einer eigenen Identität während der Jugend» zu suchen seien.

"Vielleicht sind sie nicht schuldig», führte Lozano seine Gedanken über Homosexuelle und Transsexuelle fort. «Wer aber gegen die Natur und die körperliche Ehre verstößt, beleidigt Gott.» Auch nach dem Ausscheiden aus der Funktion eines Gesundheitsministers im katholischen Kirchenstaat bekleidet Lozano weiterhin verschiedene Funktionen in päpstlichen Kongregationen. Die von Kardinal Lozano zitierte Passage aus dem Paulus-Evangelium verurteilt «entehrende Leidenschaft» zwischen Männern. Obwohl Homosexualität eine «Sünde» sei, rechtfertige sie nicht die Diskriminierung der Betroffenen, sagte Lozano. «Gott allein hat das Recht zu urteilen.» (afp)

 
 

EURE FAVORITEN