Kalaschnikow bringt revolutionäre Kamikaze-Drohne auf den Markt - Experten warnen

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Mit ihrer AK-47 haben sie die Kriegsführung weltweit revolutioniert, jetzt könnte der Waffenhersteller „Kalaschnikow“ aus Russland mit einer Kamikaze-Drohne erneut eine revolutionäre Waffe auf den Markt bringen.

Bei der Rüstungsausstellung IDEX-2019 in Abu Dhabi präsentierte der Rüstungskonzern die Drohne. Sie sei getestet und verkaufsfertig, ein Testvideo zeigt, wie sich die Drohne auf ihr Ziel stürzt.

Russland: Kalaschnikow bringt revolutionäre Kamikaze-Drohne auf den Markt

Die neue Super-Drohne aus Russland könnte den Krieg revolutionieren. Denn große Kampfdrohnen können sich nur wenige Staaten leisten. Die KUB-BLA wird „sehr billig“ sein, so ein Kalaschnikow-Vertreter. Es wird „ein Schritt in Richtung einer völlig neuen Form des Kampfes" sein, sagte Sergey Chemezov, Vorsitzender des staatlichen russischen Waffenherstellers Rostec.

Das besondere an der Kalaschnikow-Drohne: sie ist relativ klein, misst nur 120 Zentimeter Spannweite und 95 Zentimeter Länge. Sie wird von einem Propeller angetrieben und kann bis zu 130 km/h schnell werden.

Im Gegensatz zu anderen Kampfdrohnen - etwa aus den USA - attackiert sie ihr Ziel und zerstört sich dabei selbst. Ganz wie die Kamikaze-Angriffe der kaiserlichen Truppen Japans im Zweiten Weltkrieg.

Die Drohne kann dabei zu einem Killer-Roboter werden. Sie kann über feindliches Gebiet fliegen und hier selbstständig Ziele erkennen und angreifen.

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Unterlegene Gegner könnten profitieren

Begünstigen kann die Drohne vor allem vermeintliche unterlegene Staaten in Kriegen. Denn Staaten mit Großtechnik müssen stets befürchten, dass Gegner mit den Kalaschnikow-Modellen sie aus der Luft angreifen.

Mit ihrer Reichweite von 60 Kilometern könnte sie auch attraktiv für Terroristen sein, warnen Experten. So seien beispielsweise zwei Drohnen zum Einsatz gekommen, als im vergangenen Jahr versucht wurde, Venezuelas Präsident Nicolás Maduro zu töten.

Die Suizid-Drohnen sind nicht neu. Der Islamische Staat setzte ähnliche Modelle bereits im Kampf um die Städte Mosul und Raqqa ein. Die Erfahrungen, die die angegriffenen russischen Truppen dabei machten, flossen in die Entwicklung der Kalaschnikow-Kamikaze-Drohne mit ein, berichtet „The Jamestown Foundation“.

Drohnen-Zwischenfälle an Flughäfen

Dass das Thema Drohnen nicht nur im Krieg ein immer wichtigeres Instrument wird, zeigen Zwischenfälle durch eindringende Drohnen in Flughäfen in London, Dublin oder New York, die zu Schließungen und Evakuierungen führten.

Nicholas Grossman, Professor der internationalen Beziehungen an der Universität of Illinois and Autor des Buches “Drones and Terrorism" schlägt angesichts dessen Alarm: „Ich bin ziemlich nervös, dass hier Fähigkeiten entfesselt werden, ohne zu wissen, wohin es führen wird.“ (ms)

 
 

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