Junge denkt, er hat etwas Falsches gegessen – kurze Zeit später verliert er ein Bein

Eine Meningitis-Erkrankung hat Jungen fast getötet (Symbolbild).
Eine Meningitis-Erkrankung hat Jungen fast getötet (Symbolbild).
Foto: wattanaphob / Getty Images/iStockphoto
  • Ein Junge aus Großbritannien dachte, er hätte etwas Falsches gegessen
  • Dann musste ihm ein Bein amputiert werden, weil er sich mit dieser gefährlichen Krankheit angesteckt hatte

Essex.  Als Mitchell Etherton aus der englischen Grafschaft Essex eines nachts starke Übelkeit verspürte und erbrechen musste, dachten er und seine Eltern zunächst, er habe etwas Falsches gegessen. Die Familie ging davon aus, dass er unter einer Magendarmverstimmung von dem frittierten Hühnchen litt, das er tags zuvor gegessen hatte.

Doch Mitchells Schmerzen wurden am nächsten Morgen schlimmer. Als sein Vater dann auch noch schwarze Flecken auf den Beinen des 14-Jährigen entdeckte, fuhr er ihn ins Krankenhaus. Nach Untersuchungen stellte sich heraus: Mitchell litt nicht unter einem Darminfekt, sondern hatte sich mit lebensgefährlichen Meningokokken infiziert, die laut „Huffington Post“ eine Hirnhautentzündung auslösten.

Meningitis hat Jungen fast getötet

Damit sich die Meningitis nicht weiter im Organismus des Jungen ausbreitete, wurde er in ein künstliches Koma versetzt. Viel Hoffnung gab es dennoch nicht. Die Ärzte überbrachten den Eltern schlechte Nachrichten. „Sie sagten, er würde keine 24 Stunden überleben”, erzählt Mutter Sharon Sigston.

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Erst nach einer Woche die Gewissheit: Mitchell wird überleben. Um die Krankheit jedoch zu überstehen, mussten sein linkes Bein sowie ein Daumen amputiert werden. Mitchell habe sich nach den Amputationen zurück ins Leben gekämpft, wie seine Mutter erzählt.

Er bekam eine Prothese und kann inzwischen sogar wieder Fußball spielen. Nun beginnen jedoch gesundheitliche Probleme im rechten Bein, dem Jungen zu schaffen zu machen. Vielleicht muss auch dieses Bein bald amputiert werde.

Mitchells Eltern machten die Story laut „Huffington Post“ publik, um andere Familien vor der Hirnhautentzündung und ihrem teilweise rasanten Krankheitsverlauf zu warnen.

Meningitis – das solltest du wissen:

• Eine Hirnhautentzündung kann durch Bakterien oder Viren ausgelöst werden. Die virale Ansteckung tritt häufiger auf, verläuft milder. Die bakterielle ist gefährlicher, wird meist durch Pneumokokken oder Meningokokken ausgelöst.

• Anfangs spürst du Symptome, die typisch für eine Grippe sind: Fieber, starke Kopfschmerzen, Übelkeit. Spezifische Symptome sind Nackensteifigkeit sowie Verfärbungen der Haut, die wie im Fall des Jungen gezielter auf eine Meningokokken-Meningitis hinweisen.

• Die „Apotheken Umschau“ rät, sofort ins Krankenhaus zu fahren, falls die oben beschriebenen Symptome auftreten, da bei einer bakteriellen Meningitis nur wenige Stunden über das Überleben des Erkrankten entscheiden. Eine virale Meningitis verläuft milder, kann aber im seltenen Fall auch einen ernsthaften Verlauf nehmen.

Warum eine Impfung gegen alle Meningokokken-Typen für Reisen ratsam ist, kannst du hier nachlesen. (leve)

 
 

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