Japans erfahrenste Bergsteigerin tödlich verunglückt

2007 hatte Kei Taniguchi auch den Mount Everest bestiegen.
2007 hatte Kei Taniguchi auch den Mount Everest bestiegen.
Foto: REUTERS
Kei Taniguchi hat mehrere Sieben- und Achttausender bestiegen. Jetzt starb die versierte Bergsteigerin bei einem Absturz in Japan.

Tokio..  Eine der erfahrensten Bergsteigerinnen der Welt, die Japanerin Kei Taniguchi, ist in ihrer Heimat tödlich verunglückt. Die 43-Jährige wurde am Dienstag nach eintägiger Suche an einem schneebedeckten Berg auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido von alarmierten Rettungskräften gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Dort konnte nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo nur noch ihr Tod festgestellt werden.

Taniguchi war die erste Frau, die mit dem Piolet d’Or geehrt wurde, der wohl bedeutendsten Auszeichnung für außergewöhnliche Leistungen im extremen Bergsport. Sie hatte mit einem Expeditionsgefährten als Erste die 1.800 Meter hohe Route in der Südostwand des indischen Siebentausenders Kamet gemeistert. Zuvor hatte Taniguchi mehrere Sieben- und Achttausender bestiegen. Sie galt als erfahrenste Bergsteigerin Japans.

Absturz bei einer Ruhepause

Zum Unglück kam es bei der Besteigung des 1984 Meter hohen Berges Kuro im zentralen Hochland Daisetsuzan auf Hokkaido. Nach Angaben der Begleitern klinkte sich Taniguchi während einer Ruhepause aus dem Sicherungsseil aus und rutschte im Nebel ab. In den Bergen auf Hokkaido herrschen gerade im Winter teils extrem harsche klimatische Bedingungen. (dpa)

 
 

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