Jan Böhmermann: Mit diesem irren Plan will er jetzt doch noch SPD-Vorsitzender werden

Jan Böhmermann sorgt mal wieder für reichlich Gesprächsstoff. Das Ziel seiner Kampagne #Neustart19 ist der SPD-Vorsitz. Aber ist das überhaupt noch möglich? Schließlich ist die Bewerbungsfrist schon Sonntag. (Sysmbolbild)
Jan Böhmermann sorgt mal wieder für reichlich Gesprächsstoff. Das Ziel seiner Kampagne #Neustart19 ist der SPD-Vorsitz. Aber ist das überhaupt noch möglich? Schließlich ist die Bewerbungsfrist schon Sonntag. (Sysmbolbild)
Foto: imago images / STPP

Der erste Schritt seines Projekts SPD-Vorsitz schien gemacht - Satiriker Jan Böhmermann hat auf Twitter verkündete, er sei SPD-Mitglied in Köthen in Sachsen-Anhalt. Er bedankte sich für das Vertrauen aus seinem „Powerlandkreis.“

Neben der Mitgliedschaft ist für das Einreichen der Bewerbung um den Vorsitz die Unterstützung von fünf Unterbezirken, einem Bezirk oder eines Landesverbandes notwendig. Außerdem soll die Parteispitze doppelt besetzt werden, mit einem Mann und einer Frau. Böhmermann fehlt es zurzeit noch an einer Mitkandidatin.

Böhmermann: SPD-Sprecher erklärt Mitgliedschaft für ungültig

SPD-Sprecher Sachsen-Anhalts Martin Krems-Möbbeck bestätigte zwar, dass Böhmermann in Köthen als Mitglied aufgenommen worden sei, schob aber hinterher, die Aufnahme sei „derzeit unwirksam“. Das Problem: Der Satiriker wohnt nicht in der Kreisstadt, sondern lebt in Köln.

Es brauche also eine Ausnahmeregelung beider Kreisverbände, Köln und Köthen. Bisher gebe es jedoch keine Bestrebungen seitens des rheinländischen Kreisverbandes.

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Für Böhmermann wird die Zeit also immer enger. Auch wenn seit der Ausstrahlung der Ankündigung in seiner Sendung Neo Magazin Royale die mediale Kampagne rund um den Satiriker ordentlich ins Rollen gekommen ist.

Kampagne #neustart19

Ein eigener Twitter-Account mit dem Namen #neustart19, auf dem Böhmermann und sein Team über den aktuellen Stand informieren, hat mehr als 21.000 Follower. Regelmäßig gibt es Updates über die Anzahl der Kreisverbände, die ihre Unterstützung versichert hätten.

Was Show in der Kampagne des versierten Medienmachers ist und welche Informationen der Realität den Tatsachen entsprechen ist schwer zu beurteilen. Kritiker zweifeln an der Ernsthaftigkeit der Aktion. Tobias Dünow, früher Sprecher des Parteivorstands konterte bereits: „Der übernächste Akt ist so absehbar: Böhmermann wird sich über Partei-Bürokraten empören, die kurz vor dem Untergang noch auf die Statuten verweisen. Und ganz Twitter wird lachen.“

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Bewerbungsschluss für den SPD-Vorsitz ist am Sonntag um 18 Uhr. Bis dahin müsste Böhmermann also alle Voraussetzungen für eine Kandidatur erfüllen. Am Samstagmittag gibt es zumindest noch keine bestätigten Erfolgsmeldungen, dass Böhmermann zumindest eine der Anforderungen erfüllt habe. (dav, dpa)

 
 

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