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„Ist er retrosexuell?“ – so macht sich die „heute show“ über Jens Spahn lustig

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23.03.2018, Berlin: Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, spricht im Deutschen Bundestag zu den Abgeordneten über das Thema Gesundheitspolitik. Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: dpa
Die „heute show“ hat Jens Spahn aufs Korn genommen. Der Minister äußerte sich zu einem umstrittenen Paragrafen. Und bekam Nachhilfe.

Berlin. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) versteht es, sich in die Nesseln zu setzen. Die ZDF-„heute show“ knüpfte sich am Freitag seine Haltung zum umstrittenen Strafgesetzbuch-Paragrafen 219a vor. Dieser verbietet für Abtreibungen zu werben.

Die Gesetzeslage ist so, dass Abtreibungen in Deutschland verboten sind, allerdings ist es in Ausnahmen unter bestimmten Bedingungen möglich sie durchzuführen. Werbung dafür ist aber verboten. Mit dem Paragrafen 219a kollidierte zuletzt beispielsweise eine Ärztin, die vom Amtsgericht Gießen zu einer Strafe von 6000 Euro wegen unerlaubter Werbung verurteilt wurde.

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Satiresendung produziert Werbespot

Spahn verteidigt den Paragrafen vehement, es sei schwierig Werbung und Informationen zu unterscheiden. Moderator Oliver Welke fragte zu einem Schwarz-Weiß-Bild des Politikers zugespitzt: „Zurück in die 50er-Jahre? Ist der Mann eventuell retrosexuell?“

Die „heute show“ wolle dem neuen Gesundheitsminister bei der schwierigen Unterscheidung helfen, darum zeigte sie einen Werbespot. Bei Twitter teilte sie ein Bild vom Spot, so sollte er aussehen:

Spahn ist noch keine zwei Wochen im Amt und hat mit seinen provokanten Kommentaren zu Hartz 4 schon eine Petition gegen sich selbst losgetreten und mit dem Vergleich von Tierschutz und Schwangerschaftsabbrüchen für Wirbel gesorgt. (dahe)