„Ich bin schwul“: Coming-out von Fernseh-Star Jochen Schropp

Nach Jahren fasst TV-Star Jochen Schropp Mut und steht öffentlich zu seiner Homosexualität.
Nach Jahren fasst TV-Star Jochen Schropp Mut und steht öffentlich zu seiner Homosexualität.
Foto: Raimund_Mueller_015773464150_mue / imago/Raimund Müller
  • Schauspieler und Moderator Jochen Schropp hat sich in einem Brief an den „stern“ öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt
  • In einem anschließenden Interview spricht der 39-jährige über seinen Weg zum Coming-out
  • Der TV-Star möchte mit seiner Offenheit als gutes Vorbild vorangehen

Berlin.  Mit 39 Jahren sprach Schauspieler und Moderator Jochen Schropp zum ersten Mal in einem Brief an das Magazin „stern“ öffentlich aus, was seine Freunde und Kollegen schon lange wussten: „Ich bin schwul.“

Der TV-Star, der seine erste große Rolle in der ARD-Vorabendserie „Sternenfänger“ an der Seite von Nora Tschirner spielte und zuletzt Shows wie „Promi Big Brother“ moderierte, plante bereits vor vier Jahren sein Coming-out. Damals fehlte ihm nicht nur der Mut, es war auch eine berufliche Entscheidung, seine sexuelle Orientierung weiter privat zu halten.

„Mach das lieber nicht, es wird dir schaden“

„Einer der Gründe war, dass mir meine damalige Schauspielagentur davon abgeraten hat. Mir wurde gesagt: Mach das lieber nicht, es wird dir schaden“, gab er daraufhin in einem Interview mit dem „stern“ zu. Der Schauspieler halte sich selbst für den Typ Schwiegersohn oder Herzensbrecher und weniger geeignet als Charakterdarsteller – für viele Zuschauer passe ein schwuler Schauspieler da nicht ins Bild, wie er fürchtet.

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Doch auch Ausgrenzung und Mobbing in Jochen Schropps Kindheit und Jugend haben den 39-Jährigen offenbar bis heute geprägt: „Diese Scham, anders und nicht genug zu sein, begleitet mich bis heute“, erklärt er.

Vorbild für andere Menschen

Mit dem Versteckspiel soll nun Schluss sein. „Ich bin mittlerweile mit mir selbst im Reinen und weiß, wer ich bin“, sagt Schropp. Sein Outing solle auch anderen Menschen Mut machen, zu sich zu stehen.

Der TV-Star ist sich sicher: „Wir kommen bei dem Thema nur weiter, wenn Leute den Mund aufmachen. Und jetzt bin ich es eben.“

(alka)

 

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