Hund soll gegrillt werden – mitten in der Innenstadt

In Jena kam ein Hund auf den Grill. (Symbolbild)
In Jena kam ein Hund auf den Grill. (Symbolbild)
Foto: imago images / Kirchner-Media

Willst du noch ein Stück Hund? So oder so ähnlich könnte es am 7. Juni bei einer aufsehenerregenden Aktion in Jena geheißen haben.

Die Tierschutzorganisation Peta stellte einen Grill mitten auf den Jenaer Holzmarkt auf. Auf den heißen Kohlen wurden aber weder Schwein, Rind, Hähnchen oder Gemüse gegrillt – sondern ein Hund!

Jena: Hund auf dem Grill

Bei genauerem Hinschauen wurde allerdings schnell klar: Auf dem Grill lag kein echter Hund, sondern eine Attrappe. Peta wollte mit der Aktion die Passanten dazu aufrufen, beim Einkauf tierfreundliche Entscheidungen zu treffen.

Dazu stellte die Tierschutzorganisation den Passanten die folgende Frage: „Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?“

Peta: „Alle Tiere leiden gleich“

Von welchem toten Tier das Fleisch stammt, sei letztendlich egal, meint Jens Vogt, Aktionskoordinator bei Peta, in einer Pressemitteilung. „Denn alle Tiere leiden gleich. Mit unserer Aktion appellieren wir an das Mitgefühl der Menschen und möchten sie dazu animieren, anstelle der zerstückelten Teile einer Tierleiche lieber Gemüse oder Fleischalternativen auf den Grill zu legen“, so Vogt.

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Umweltprobleme durch mengenmäßig steigenden Fleischverzehr

Darüber hinaus führe der Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten laut Peta zu großen Umweltproblemen. Dadurch, dass die Menschen immer mehr tierische Produkte verlangen, gebe es mehr Tiere und damit auch mehr Gülle.

Die Tiere scheiden die ihnen verabreichten Antibiotika wieder aus, wodurch die Stoffe im Grundwasser landen würden. Dadurch gebe es in der Natur vermehrt Medikamentenreste und resistente Keime.

Peta rät zu veganer Ernährung

Weiter heißt es in dem Statement, Peta „möchte die Menschen daran erinnern, dass Gewalt falsch ist – unabhängig davon, wer die Opfer sind.“ Auch Tiere würden „Schmerzen, Angst und Freude“ erleben. Daher sei es nicht richtig, sie für die Ernährung der Menschen zu töten.

Stattdessen empfiehlt Peta pflanzliche Nahrungsmittel. „Es gibt zahlreiche vegane Alternativen, sodass kein Individuum für einen kurzen Gaumenkitzel leiden muss“, heißt es in der Pressemitteilung.

Peta ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen

Peta ist bekannt für aufsehenerrgende und umstrittene Aktionen wie diese. Nicht zuletzt deshalb gerät Peta immer wieder in die Kritik - etwa wegen Vergleichen zwischen Massentierhaltung und dem Holocaust. (vh)

 
 

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