Rettungskräfte wollen toten Mann bergen – was seine Hunde dann machen, versetzt ein ganzes Dorf in Aufregung

Ein Rottweiler und mehrere Schäferhunde lösten am Sonntag einen Großeinsatz im baden-wüttembergischen Epfenbach aus.
Ein Rottweiler und mehrere Schäferhunde lösten am Sonntag einen Großeinsatz im baden-wüttembergischen Epfenbach aus.
Foto: Bernd Thissen/Archiv

Epfenbach. Im baden-wüttembergischen Epfenbach haben sieben Hunde am Sonntag für mächtig Aufregung gesorgt und einen Großeinsatz ausgelöst. Sie beschützten ihr Haus und Hof so sehr, dass sie Rettungskräften den Zugang zu ihrem verstorbenen Herrchen versperrten. Das berichtet die Rhein-Neckar-Zeitung am Dienstag.

Das 80-jährige Herrchen der Hunde war tagelang nicht mehr gesehen worden. Verwandte wollten nach dem seit längerem erkrankten Mann sehen. Um sich die Hunde vom Leib zu halten, versprühten sie am Hofeingang Pfefferspray. Das erwies sich als keine gute Idee. Vor allem zwei Schäferhunde reagierten „äußerst aggressiv“, schildert Bürgermeister Joachim Bösenecker der RNZ.

Hunde wollten Haus nicht verlassen

Vier Hunde konnten einigermaßen problemlos vom Gelände geholt werden, die anderen Tiere erwiesen sich als besonders hartnäckig und ließen niemanden ins Haus. Unter ihnen die Schäferhunde und ein Rottweiler.

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Schlimme Vermutung bewahrheitet sich

Der Bürgermeister holte bereits seine Schrotflinte, ein Polizist hielt seine Maschinenpistole einsatzbereit. Letztendlich habe man sich aber dagegen entschieden, die Tiere zu erschießen. Nach mehreren Stunden zeigten die Hunde Ermüdungserscheinungen. Helfer der Tierrettung konnten gemeinsam mit Polizisten auf das Gelände und schafften es, die Hunde in Transportboxen zu verfrachten.

Im Haus fanden die Einsatzkräfte dann das tote Herrchen der Vierbeiner. Der Mann war vermutlich bereits am Mittwochabend gestorben.

Hund beschützte auch Herrchen in Münster

Auch in Münster mussten Polizisten Anfang August einen Schäferhund erschießen, weil das Tier sein Herrchen beschützen wollte. Die Polizisten kamen einfach nicht an dem Hund vorbei, während dessen Herrchen leblos auf dem Boden lag.

Letztlich mussten die Beamten den Hund erschießen, damit die Rettungskräfte zu dem 65-jährigen Bewohner konnten. Der Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen.(bs)

 
 

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