Hund: Tiere von Mann erschossen – Besitzerin muss alles mit ansehen

Unter bestimmten Umständen dürfen Jäger auf Hunde schießen – diese waren in dem Fall in Bayern aber wohl nicht erfüllt. (Symbolfoto)
Unter bestimmten Umständen dürfen Jäger auf Hunde schießen – diese waren in dem Fall in Bayern aber wohl nicht erfüllt. (Symbolfoto)
Foto: imago images / blickwinkel

Es ist der Albtraum eines jeden Hundebesitzers: Der geliebte Vierbeiner gerät vor die Flinte eines Jägers – und der drückt ab. Genau das musste eine Frau aus Bayern 2018 durchleben.

Dabei verlor sie jedoch nicht nur einen Hund, sondern gleich zwei – und sie musste alles mit ansehen. Der Jäger soll sich bereits länger über die Hunde Leni und Maja geärgert haben, da sie mehrfach Rehe und Hasen gerissen haben sollen.

Jäger erschießt zwei Hunde – die Besitzerin sieht alles

Wie der Stern berichtet, ist ein Jäger dazu berechtigt, einen Hund zu erschießen, wenn klar erkennbar ist, dass er gerade ein Tier jagt. Dies soll in diesem Vorfall allerdings nicht den Tatsachen entsprochen haben.

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So soll der Jäger den Hunden hinterhergefahren sein und sie auf ihrem Heimweg erschossen haben - vor den Augen der Besitzerin. Nun wurde er vom Amtsgericht Augsburg zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt. Wird das Urteil rechtskräftig, verliert der 53-Jährige außerdem seinen Jagdschein.

Jäger verliert vermutlich seinen Jagdschein – weil er Einspruch einlegte

Dabei hätte er den Schein sogar behalten können. Er legte nämlich Einspruch gegen den ursprünglich ausgestellten Strafbefehl über 55 Tagessätze ein. Erst ab einer Strafe von über 60 Tagessätzen wird der Schein entzogen. Nach seinem Einspruch wurde er zu 90 Tagessätzen von 50 Euro verurteilt.

Der Richter machte klar, dass deutlich erkennbar sein muss, dass der Hund im Moment des Schusses auf der Jagd ist. Die bloße Vermutung oder die Tatsache, dass er vorher gewildert hatte, reicht demnach nicht aus.

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Während der Vernehmung schilderte er den Vorfall noch anders

Vor Gericht behauptete der Jäger zwar, dass er die Hunde bei der Jagd beobachtet hätte, allerdings glaubte ihm der Richter nicht. Während der Polizeivernehmung hatte der Jäger den Hergang anders geschildert.

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„Sie hatten die Hunde erschossen, weil sie Gelegenheit hatten“, wie es beim Stern zu lesen ist.

Der Jäger hätte anders handeln müssen

Die Hunde lebten bei der 38 Jahre alten Frau auf einem Bauernhof. Immer wieder begaben sie sich jedoch alleine auf Erkundungstouren. Das Gericht kritisierte demnach zwar das Verhalten der Halterin, machte aber klar, dass der Jäger anders hätte handeln müssen.

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Er tötete die beiden durch die Schüsse verletzten Hunde mit einem Kopfschuss – vor den Augen der Frau. Vor Entsetzen musste sie sich übergeben.

Der 53-Jährige wurde wegen Sachbeschädigung, strafbarer Tiertötung und fahrlässiger Körperverletzung der Halterin schuldig gesprochen. (db)

 
 

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