Hund: Frau fährt mit acht Tieren Auto – dann macht sie der Polizei krasse Vorwürfe

Den Hund im Auto mitzunehmen ist für viele Halter keine Seltenheit. Bei acht Tieren in einem Auto wird es hingegen doch etwas voll... (Symbolbild)
Den Hund im Auto mitzunehmen ist für viele Halter keine Seltenheit. Bei acht Tieren in einem Auto wird es hingegen doch etwas voll... (Symbolbild)
Foto: imago images / Photocase

Es klingt nach einer skurrilen Geschichte: Mitten in der Nacht kontrolliert die Polizei eine Rentnerin in ihrem Auto. Und die Beamten gucken nicht schlecht, als sie auf dem Schoss der Frau einen Hund sitzen sehen.

Als ihr Blick durch den Wagen streift, stellt eine Beamtin fest: Es ist nicht der einzige Hund. Vor Gericht meint die Rentnerin: alles Schikane! Die „Neue Züricher Zeitung“ berichtete über den Fall.

Hund ist nicht angeleint im Auto

Passiert ist der Vorfall bereits 2017 in der Schweiz. Damals kontrollierte eine Polizeistreife den Wagen der inzwischen 76-jährigen Rentnerin um kurz nach Mitternacht.

Schnell habe die Polizistin dabei erkannt, dass sich auf dem Schoss der Frau ein Hund befand. Doch es ist noch viel mehr als das.

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Acht Hunde nicht angeschnallt im Auto

Bei genauerem Hinsehen staunte die Beamtin nicht schlecht: Insgesamt acht kleine Hunde tollten im Wagen ohne Gurt oder Sicherung herum.

Für die Rentnerin wird ein Bußgeldbescheid über 300 Franken ausgestellt, umgerechnet etwa 275 Euro. Doch sie will nicht zahlen, die Polizistin habe sich auf sie eingeschossen und wolle sie schikanieren. „Das stimmt alles überhaupt nicht. Das ist alles frei erfunden!“, zitiert die „Neue Züricher Zeitung“ die Frau.

Seniorin leugnet Version der Polizistin

Sie habe ihre Hunde auf der Rückbank angeschnallt. Erst als sie den Polizeiwagen sah, habe sie einen der Hunde losgemacht. Er werde nämlich immer nervös bei Uniformierten und fange an zu bellen. Das wollte sie vermeiden.

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So sicherst du deinen Hund im Auto am besten:

  • Es gibt spezielle Sicherheitsgurte, die den Hund mit einem Hundegeschirr sichern
  • Für kleine Hunde und Katzen eignet sich eine Transportbox im Fußraum der Rückbank
  • Große Hunde am besten in den Kofferraum, entweder in eine große Box, oder mit einem Trenngitter zwischen Rückbank und Kofferraum

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Anwalt plädiert auf Freispruch

Auch der Anwalt der Seniorin plädiert auf Freispruch: Der Bericht der Polizistin sei mangelhaft und ungenau. Beispielsweise sei die Beifahrerin der Rentnerin nie erwähnt worden und habe auch nie eine Aussage gemacht. Zudem habe auch der Statthalter die Einstellung des Verfahrens angedeutet.

Das Gericht verurteilt die Frau trotzdem zur Zahlung des Bußgeldes - zusätzlich der Prozesskosten von 600 Franken. Insgesamt rund 830 Euro. Man sehe keinen Grund, warum die Polizisten die Seniorin unbegründet belastet haben sollte. Zudem seien einige Aussagen der Frau widersprüchlich. Auch wenn die Richterin angibt, dass der Polizeibericht „einige Schönheitsfehler“ aufweise.

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Hunde sind auch in Deutschland zu sichern!

Der Fall stammt zwar aus der Schweiz, doch auch in Deutschland müssen Hunde im Auto gesichert werden. Das geht aus dem ersten Abschnitt von Paragraph 22 der Straßenverkehrsordnung hervor.

Dort heißt es „Die Ladung ist so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann.“ Stiftung Warentest empfiehlt stabile Metallboxen. Nur darin sind die Hunde im Auto wirklich sicher.

Viele Hunde noch ungesichert unterwegs

In der Realität wird die Sicherung häufig noch vernachlässigt. Ein Großteil der Hunde fährt noch ungesichert in Autos mit. Für Fahrer und Halter kann das unangenehm werden.

Wenn man erwischt wird, droht je nach Tatbestand ein Bußgeld zwischen 30 und 75 Euro und bei Gefährdung oder Sachbeschädigung durch unzureichende Sicherung auch ein Punkt in Flensburg. (dav)

 
 

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