Frau darf Blindenhund nicht mit in den Bus nehmen – aus einem abstrusen Grund

Eine Frau wurde im Bus mit ihrem Blindenhund beschimpft. (Symbolbild)
Eine Frau wurde im Bus mit ihrem Blindenhund beschimpft. (Symbolbild)
Foto: imago

Megan Taylor (22) aus St. Helen in England ist blind. Damit sie im Alltag besser alleine klarkommt, steht der 22-Jährigen ihr Blindenhund Rowley zur Seite.

Doch als sie das erste Mal in der vergangenen Woche mit Blindenhund Rowley den Bus nutzte, wurde sie von einer anderer Passagierin dermaßen angemacht, dass Megan am liebsten wieder ausgestiegen wäre.

Die Frau habe nur den Hund gesehen und schrie: „Bring deinen verdammten Hund sofort hier raus!“. Darüber berichtet die englische Zeitung Liverpoolecho.

Attacke gegen Frau mit Blindenhund im Bus: „Bring deinen f...ing Blindenhund sofort hier raus“

Megan versuchte zu erklären, dass Rowley ihr Blindenhund sei. Doch die Frau rastete nur noch mehr aus, bezeichnete sie als Lügnerin. Blindenhunde seien immer Labradore mit beigem Fell, so die Frau. Doch Megans Hund sei schließlich schwarz.

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Die 22-Jährige wollte auch hier eingreifen und der Passagierin klarmachen, dass Blindenhunde jede Farbe haben können und auch nicht zwingend Labradore sein müssen. Doch das alles half nichts.

Schnell merkte die blinde junge Frau, dass es Zeitverschwendung war, sich weiterhin mit dem anderen Fahrgast zu streiten. Also ignorierte sie die meckernde Frau.

„Ich hatte noch nie eine stressfreie Tour im Bus“

Dass sie in der Öffentlichkeit von der Seite angemacht wird, sei ihr nicht das erste Mal passiert. Jetzt ist die junge Frau verängstigt und traut sich nicht mehr in einem Bus zu steigen, teilte sie der Zeitung mit. „Ich glaube, ich hatte noch nie eine stressfreie Tour in einem Bus, deswegen bin ich so nervös, wenn ich ihn nutzen muss“, erklärt sie.

Es sei nicht sicher, wenn sich in Bus oder Bahn stehe. Oft habe sie schon gefragt, ob sie sich auf den Platz für Menschen mit Behinderung setzen dürfe. Doch da habe sie genauso oft zu hören bekommen, dass sie gar nicht behindert aussehe - selbst wenn sie ihren Behindertenausweis hervorholte und auf Rowley zeigte.

„Mein Hund ist mein Ein und Alles“

Megan Taylor ist dennoch froh, ihren Blindenhund zu haben. „Er gibt mir die Möglichkeit, unabhängig zu sein. Und er gibt mir Selbstvertrauen und Sicherheit. Er ist mein Ein und Alles.“ (js)

 
 

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