„Hundsgemein“: Kranker Mann (38) darf seinen Hund nicht mehr halten – aus diesem Grund

Spürhunde mit Pfotenschutz

Hunde beim Zoll in der Ukraine bekommen Schutz gegen Sommerhitze.

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  • Der Münchner Christian S. soll nach einer Klage seines Vermieters seinen Hund abgeben
  • Dabei ist Labrador Bruno dem Epileptiker eine große Stütze
  • Christian S. will das Urteil nicht auf sich sitzen lassen

München.  Christian S. ist Epileptiker und Besitzer eines Hundes, Labrador Bruno. Seit 13 Jahren kann der Münchner nicht mehr arbeiten, er ist Frührentner. Im Alltag ist ihm sein Hund eine große Stütze , doch Labrador Bruno soll weg.

Das fordert der Vermieter des 38-Jährigen. Wie die „tz“ berichtet, verklagte dieser Christian S., weil er sich durch den Labrador gestört fühlte, Haare im Treppenhaus und in der Gemeinschaftswaschmaschine seien der Grund. In einem Prozess am Amtsgericht München hat der Vermieter recht bekommen.

„Ich werde zur Not durch alle Instanzen gehen“

„Dieses Urteil ist hundsgemein!“, findet der Christian S. Falls er sich dem Verbot der Hundehaltung widersetzt drohen ihm laut „tz“ sogar bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld. Der Münchner möchte das Urteil nicht auf sich sitzen lassen und will in Berufung gehen.

Er erklärt: „Hier wird gegen mein Persönlichkeitsrecht verstoßen. Ich brauche Bruno und werde zur Not durch alle Instanzen gehen.“

Besitzer hatte Hund nicht angemeldet

Christian S. habe Labrador Bruno 2016 aus einem Tierheim in Spanien geholt und den Hund damit vor der Tötung gerettet. Seine Wohnung im Erdgeschoss mit Garten bot sich perfekt an, um einen Hund zu halten und für die Krankheit des 38-Jährigen sollte das Tier auch hilfreich sein: „Im Alltag ist Bruno meine Stütze. Er schlägt auch an, wenn ich einen Anfall kriege“, erzählt Christian S.

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Weil der Münchner in seinem Mietvertrag kein generelles Hundeverbot vorfand, hatte er das Tier nicht direkt bei seinem Vermieter angemeldet – obwohl der Mietvertrag das verlangt.

Ein Fehler, wie das Urteil des Amtsgerichts nun zeigt. Hintergrund ist, dass der Vermieter die Hundehaltung untersagen darf, „wenn von dem Tier Störungen und/oder Beschädigungen der Mietsache ausgehen“, wie es in der „tz“ heißt.

Der Fall wird in nächster Instanz die Bundesrichter beschäftigen, bis zum Prozess darf Hund Bruno weiter bei seinem Besitzer leben. (alka)

 
 

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