Düsseldorf

„Hier und Jetzt“ bei RTL2: Junge Mutter leidet an Brustkrebs und Multipler Sklerose – mit dieser Nachricht rührt sie zu Tränen

Patrizia mit ihrem Sohn Alessio. Er ist heute 11.
Patrizia mit ihrem Sohn Alessio. Er ist heute 11.
Foto: RTL2

Düsseldorf. „Man denkt, das kann einem eigentlich nicht passieren. Man sieht das ja sonst nur im Fernsehen oder kennt das von anderen Menschen“, sagt Patrizia (33) mit zitternder Stimme. Sie spricht gerade über einen der schlimmsten Momente in ihrem Leben.

2007 war es, als der jungen Frau zum ersten Mal der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Eigentlich war alles wunderbar. Gerade erst hatte sie ihren kleinen Sohn Alessio geboren. Zusammen mit ihrem Mann schwebte sie im siebten Himmel.

Patrizia bekommt Multiple Sklerose

Doch die Düsseldorferin bemerkt, dass etwas mit ihrem Körper nicht stimmt. Ihr ist oft schwindelig, sie leidet an Sehschwäche. Patrizia geht zu ihrem Arzt und der diagnostiziert eine Krankheit, über die die damals Anfang-zwanzig-Jährige rein gar nichts wusste: Multiple Sklerose (MS). „Es war sehr schwer für mich, die Krankheit anzunehmen. Ich wusste bis dato noch nicht einmal, was MS ist...!“

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In den folgenden Monaten sollte sie schmerzlich lernen müssen, was Multiple Sklerose ist. Von einem auf den anderen Tag wird Patrizia blind. Auf einem Auge sieht sie gar nichts mehr, durch das andere erscheint der Blick, wie durch einen zerbrochenen Spiegel. Wie soll sie ihr Kind versorgen, wie soll es weitergehen? Fragen, die sie immer wieder durchschießen wie ein Blitz. Neun Monate dauert die Blindheit an. Neun Monate Angst, Ungewissheit, Dunkelheit. Dann kann sie plötzlich wieder sehen.

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Wie eine Wiedergeburt

„Das war das allerschönste Gefühl, das ist wie eine Wiedergeburt. Man weiß gar nicht, was man für ein Privileg hat, die Welt zu sehen. Es ist so selbstverständlich morgens die Augen zu öffnen“, strahlt Patrizia. Noch immer leidet sie unter anderen Symptomen der MS, Schwindelanfälle, Zittern, Müdigkeit. Doch allein die Tatsache, dass sie ihren Alessio wieder ansehen kann, gibt der jungen Mutter neuen Mut.

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Mut, der sieben Jahre später auf eine harte Probe gestellt wird. Es ist der September 2014. Spätsommer. Doch wirklich genießen kann sie die letzten warmen Tage des Jahres nicht. Immer wieder klagt Patrizia über Schmerzen. Dieses Mal in der Brust. Sie sind so schlimm, dass alltägliche Dinge, wie Autofahren nicht mehr möglich sind.

Die nächste Schocknachricht

Wieder sucht sie ihren Arzt auf. Wieder hat er keine guten Nachrichten für sie. Patrizia hat Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Die Ärzte müssen sofort handeln. Sie bekommt Chemotherapie, Bestrahlung, Immuntherapie.

Sie geben der jungen Mutter noch zwei Jahre. Doch Patrizia kämpft. Für ihre Familie, für ihr Leben. Und sie scheint auf einem guten Weg. Die Erwartungen der Ärzte hat sie schon längst übertroffen. Und sie hat gelernt, was ihr in diesen Momenten wirklich hilft: Zu akzeptieren.

Patrizia lernt zu akzeptieren

„Seit ich die Diagnose Krebs bekommen habe, habe ich erst gelernt, die Diagnose MS zu akzeptieren“, sagt sie. Wie sie das meint, möchten wir wissen.

„Mit der Krebserkrankung habe ich gelernt, eine tiefe Dankbarkeit für jeden einzelnen Moment zu entwickeln. Und so habe ich mir selber gesagt: 'Du hast zwar Beeinträchtigungen und Behinderungen, aber du kannst damit alt werden.' Mit Krebs jedoch hat man jedes Mal das Gefühl den Tod im Nacken zu spüren.“

Im Nacken spürt sie den Tod immer noch. Doch sie will ihm weiter davonlaufen. Und wenn er sie doch irgendwann einmal einholen wird, ist Patrizia vorbereitet: „Wenn man weiß, dass die Zeit ja nicht endlos ist, macht man sich schon Gedanken über den Tod. Ich habe auch mit meiner Familie und meinen Angehörigen geredet. Wie ich mir beispielsweise meine Beerdigung vorstelle. Ich wünsche mir zum Beispiel, dass keiner in Schwarz kommen soll. Dass die Menschen in bunt oder weiß kommen. Ich möchte, dass sich die Menschen an die guten Zeiten erinnern, nicht an die traurigen. Ich möchte, dass die Lücke, die ich hinterlasse, mit ganz viel Freude und positiven Erinnerungen gefüllt wird.“

„Hier und Jetzt“ ab Dienstagabend bei RTL2

Es ist wundervoll anzusehen, mit wie viel Freude Patrizia durchs Leben geht. Am Dienstagabend (22:15 Uhr) strahlt RTL2 die neue Serie „Hier und Jetzt“ aus. Der Sender begleitet todkranke Menschen auf ihrem Weg durchs Leben. Auch Patrizia wird dabei sein: „Ich möchte den Menschen zeigen, dass man das Leben trotz schwerer Diagnosen lebenswert gestalten, glücklich sein und auch die Zeit genießen kann. Ich möchte ein Vorbild sein und mit Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft schauen.“

 
 

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