„Hartz IV“-Empfänger will nicht arbeiten – seine Begründung ist aberwitzig

Alex aus Celle ist Hartz IV-Empfänger und „Vollzeit-Vater“.
Alex aus Celle ist Hartz IV-Empfänger und „Vollzeit-Vater“.
Foto: Screenshot RTL2

RTL2 zeigt wieder neue Folgen seiner „Hartz IV“-Doku „Armes Deutschland“ und befördert gleich in der ersten Sendung einen Fall zu Tage, der Normaldenke eigentlich nur kopfschüttelnd zurücklassen kann.

So porträtiert der Sender den 23-jährigen Alex aus Celle in Niedersachsen. Der Landkreis verzeichne zwar derzeit die niedrigste Arbeitslosenquote seit Einführung der „Hartz IV“-Gesetze. Aber Alex schafft es mit einem Hechtsprung, aus eben jener Quote zu hüpfen.

Hartz IV-Empfänger erklärt, warum er nicht arbeiten kann

Zwar hat der junge Mann eine Frau und drei Kinder. Arbeiten um diese zu versorgen... Das kommt ihm jetzt nicht unbedingt in den Sinn. Er ist schließlich „Vollzeit-Vater“. Also zumindest laut seiner Definition. In der Sendung ist davon nur bedingt etwas zu sehen.

So stellt sich der Tagesablauf bei Alex' Familie in etwa wie folgt dar: Aufstehen. Kaffee, Kippchen. Kaffee. Kippchen. Frau sagen, dass sie aufräumen soll. Bratwurst mit Kartoffeln machen. Kippchen. Kaffee. Eine Stunde mit den Kindern spielen. Schlafen.

Wie gesagt, jeder hat seine eigene Definition der vollzeitlichen Vaterschaft. Und wie war das nun mit der Arbeit?

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Kochen ist termintechnisch zu kompliziert

Nun ja. Das gestaltet sich schwierig. Koch könne er ja, so Alex. Und zugegeben, die Bratwürstchen, im Fett vom Vortag gebraten, sahen auch fast lecker aus. Blöd nur, dass die Arbeitszeiten als Koch mal so gar nicht mit Alex' Tagesablauf korrespondieren. Feiertage und Wochenenden müssen schließlich frei bleiben. Zeit für die Familie und so. Aberwitzige Erklärungen. Man kennt das.

Wobei, mit den 1550 Euro, die Alex und sein Familie jeden Monat vom Amt bekommen, könne man ja auch so ganz gut leben. Der geneigte „Armes Deutschland“-Zuschauer weiß, nach so einem Satz folgt meistens ein „ABER“.

ABER man muss sich nun mal auch an die äußerst komplexen Vorgaben des Arbeitsamtes halten, um Hartz IV zu bekommen. Auf Briefe antworten, Termine einhalten, solche Späße.

Termine beim Arbeitsamt kommen zu früh

Das schafft Alex jedoch nur bedingt. Diese Terminvorgaben beim Arbeitsamt kommen halt immer einen Monat vor dem eigentlichen Termin. Viel zu weit weg, finden Alex und seine Frau Maria (23). Die Termine vergesse man bis dahin ja immer.

Ebenso schnell vergessen: Rechnungen. Die öffnet Alex nämlich schon gar nicht mehr. Und dahinter steckt auch ein klarer Plan. Ungeöffnete Briefe könne man dem Insolvenzverwalter schließlich besser übergeben. Der könne sich dann mit dem rund 95.000 Euro hohen Schuldenberg rumschlagen.

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Ob das so klappen wird. Wir werden sehen. Am kommenden Dienstag läuft um 20.15 Uhr die nächste Folge von „Armes Deutschland“ auf RTL2.

 
 

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