Hartz 4: Deutsche Familie scheitert in Paraguay - dann passiert DAS

Die Familie Wegener.
Die Familie Wegener.
Foto: RTL2

Genau drei Jahre ist es her, dass „Hartz 4“-Familie Wegener den wohl schlimmsten Fehler ihres Lebens machte. Ein Fehler, der sie schlussendlich in einen dunklen Holzverschlag brachte. Die junge Familie zerbrach beinahe.

In der neuen RTL2-Doku „Pleite unter Palmen“, erzählen die „Hartz 4“-Empfänger ihre Geschichte.

In der Kleinstadt Hörstel bei Osnabrück hatten die Wegeners eigentlich ein beschauliches Leben. Das Arbeitsamt zahlte Wohnung und Leben, die Kinder waren versichert. Wasser kam aus dem Hahn, Strom aus der Dose. Kostenfrei zum Arzt zu gehen, war auch kein Problem.

Hartz-4-Familie begeht den schlimmsten Fehler ihres Lebens

Doch dann überlegte sich die Familie, dass doch im Ausland alles viel besser wäre, als in Deutschland. Wie günstig, dass die Eltern von „Hartz 4“-Empfängerin Rosa (30) in Paraguay ein Haus haben. Also wanderte Rosa gemeinsam mit Mann Eugen und den Kindern Maxim und Angie in das südamerikanische Land aus.

Das Leben in Südamerika stellte sich jedoch nicht so ganz als das heraus, das sich Eugen und Rosa vorstellten. Zum einen, weil es Ärger zwischen der jungen Familie und Rosas Eltern gab. Die Familie entschied sich dazu, auszuziehen. „Wir sind ausgezogen, weil es ziemlich viel Stress gab“, berichtet Rosa.

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Familie zieht in Holzverschlag

Nun gut, es muss ja irgendwie weiter gehen, dachte sich die Familie. Zog in einen dreckigen Holzverschlag - Holzhäuser sind in Paraguay günstiger als Steinhäuser - und überlegte fieberhaft, wie sie an Geld kommen könnte. Eugen hielt die Familie mit kleineren Jobs im landwirtschaftlichen Bereich über Wasser.

„Wenn du nichts verdient hast, hast du nichts zu fressen“

Oder wie es Vater Eugen ganz reduziert auszudrücken vermag: „Hier ist es hart. Es bringt nichts. Wenn du morgens nicht aufstehst, dann hast du auch kein Geld. In Deutschland brauchst du nicht arbeiten gehen. Da sitzt du nur. Bekommst 'Hartz 4'. Fertig. Aber hier. Wenn du nichts verdient hast, hast du nichts zu fressen.“

Zurück nach Deutschland

Nun gut, so kann es ja nicht weitergehen. Die Familie will zurück nach Deutschland. Doch nur wie ohne Geld?

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Also die deutschen Behörden bemühen. Mit leerer Brieftasche und voller Zuversicht gehen die Wegeners zur Botschaft. Und siehe da: Die Flugtickets werden zumindest vorgestreckt. Ein Glück vor allem für die Kinder, deren ärztliche Versorgung in Paraguay aus finanzieller Not heraus nicht gewährleistet werden konnte.

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Dass die Familie in Deutschland wieder in die „Hartz 4“-Spirale rutscht, scheint jedoch vorprogrammiert. „In Deutschland kriegst du Kindergeld. Wenn du keine Arbeit hast, kriegst du Arbeitslosengeld. Und wenn du Arbeit hast, wirst du versichert mit allem drum und dran“, sagt Rosa.

Und Eugen sagt bei der Ankunft am Düsseldorfer Flughafen über die 5.500 Euro Schulden für die Flugtickets: „Wieder neue Schulden aufgebaut.“ Er grinst dabei.

 
 

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