„Hartz 4“-Empfänger (28) will mehr Sozialgeld und sagt: Arbeiten ist Quälerei!

Hartz 4: Empfänger Thor findet arbeiten scheiße. Den Staat sowieso.
Hartz 4: Empfänger Thor findet arbeiten scheiße. Den Staat sowieso.
Foto: Screenshot RTL2

Harte Worte vom „Hartz 4“-Empfänger: „Meine Arbeitseinstellung ist, ich finde arbeiten scheiße. Kein Bock. Der Staat kann mich mal.“ Von diesen Worten ist Sozialhilfe-Bezieher Thor überzeugt.

Der 28-Jährige, der seinen echten Namen lieber nicht preisgeben will, lebt von rund 424 Euro im Monat. Arbeit kommt für den Heilbronner nicht in Frage. Im Gegenteil, der „Hartz 4“-Empfänger ist der Meinung: „Arbeiten macht einfach nur den Körper kaputt. Man lebt nur einmal, denkt dran, Leute.“

„Hartz 4“-Empfänger (28): „Arbeiten ist Quälerei“

Deshalb hat Thor sich seine eigene „Arbeit“ geschaffen. Und die sieht so aus: Der Obdachlose geht schnorren. Täglich fast bis zu neun Stunden.

Thor: „Schnorren ist arbeiten. Das ist psychische Arbeit. Weil vor allem, wenn man das mehrere Stunden macht, geht das auf die Psyche. Wenn man es sich einredet, sieht man es auch irgendwann einfach als Beruf“, so der „Hartz 4“-Empfänger bei „Armes Deutschland“ (RTL2).

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Das ist „Hartz 4“:

  • „Hartz 4“ heißt eigentlich Arbeitslosengeld II
  • es wurde zum 1. Januar 2005 eingeführt
  • Es ist die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch
  • Es soll Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht
  • Allerdings kann es durch zulässige Sanktionen gekürzt oder ganz gestrichen werden
  • Die gesetzliche Grundlage für das ALG II bildet das Zweite Buch Sozialgesetzbuch

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„Wo ist da noch Leben?“

Warum er nicht einsieht, sich eine richtige Arbeit zu suchen? Ganz einfach: „Ich sehe arbeiten nur noch als Quälerei, weil man nicht frei ist. Man ist nur noch gestresst, gehetzt, steht morgens auf, geht arbeiten, geht abends ins Bett, fertig. Wo ist da noch Leben?“

Na ob das Leben auf der Straße besser ist, als arbeiten zu gehen? Immerhin könne Thor selbst entscheiden, was er mit seinem Tag anfange. Bei einem Job sei das anders und von einem Chef wolle er sich ohnehin nichts sagen lassen, so Thor.

Darüber hinaus gäbe es absolut nichts, was er sich als Arbeit vorstellen können – mal abgesehen vom Schnorren.

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„Hartz 4“-Empfänger fordert mehr Geld

Und so bezieht er lieber 424 Euro, fordert aber 800 Euro vom Staat. Auch wenn er von diesem nicht viel hält. Er sagt

:

„Vom Staat halte ich generell nichts. Vom Staat Geld zu kassieren, ist normal, steht mir ja zu. Es steht jedem Menschen zu, es steht im Grundgesetzt.“ (jhe)

Das ist „Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern?“ bei RTL2

Das Format „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ ist eine Dokumentation. Sie bildet laut Aussagen des Fernsehsenders RTL 2 die Realität ab. Die Show läuft seit 2016 auf dem Sender und liefert regelmäßig gute Quoten. „Ziel ist es, einen nahen und unverfälschten Blick auf das Leben der porträtierten Personen zu zeigen, die in dem Format frei zu Wort kommen“, so ein RTL2-Sendersprecher gegenüber dieser Redaktion.

 
 

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