„Hart aber fair“ in der ARD: Beatrix von Storch provoziert mit steiler These zum Brexit – und wird sofort ausgebremst

Beatrix von Storch provoziert bei „Hart aber fair“ mit einer steilen These zum Brexit.
Beatrix von Storch provoziert bei „Hart aber fair“ mit einer steilen These zum Brexit.
Foto: ZDF Screenshot

Einen Tag kurz dem Brexit-Showdown war die Abstimmung des britischen Parlaments über den EU-Austritt auch Thema bei „Hart aber fair“ in der ARD.

Moderator Frank Plasberg lud am Montag wieder fünf Gäste mit unterschiedlichen Meinungen ein, um über die Frage „Anfang von Ende Europas“ zum Brexit zu diskutieren. Doch eine, Beatrix von Storch von der AfD, hatte da so ihre ganz eigene Theorie, wie es überhaupt zum Brexit kommen konnte. Sie schaffte es, die Schuld der Bundeskanzlerin Angela Merkel in die Schuhe zu schieben.

„Hart aber fair“ in der ARD: Beatrix von Storch provoziert mit steiler These

Noch sehe alles danach aus, dass das britische Unterhaus in London das Abkommen ablehne, beginnt Plasberg die Runde einzuleiten. Doch was bedeutet der Brexit-Deal, den Theresa May mit der EU ausgehandelt hat, für die Briten? Bricht jetzt Chaos in Europa aus? Gibt es ein zweites Referendum? Wird am Dienstag gegen das Abkommen gestimmt, dann wird es am 29. März einen ungeregelten Brexit geben.

Vor zweieinhalb Jahren hatte das britische Volk mit einer knappen Mehrheit von 52 Prozent für den Brexit gestimmt. Beatrix von Storch habe damals gesagt, sie habe Freudentränen geweint, beharrt Plasberg und fragt, ob der Brexit ohne Deal nun auch Freudentränen bei ihr auslösen würde. Von der „Hart aber fair“-Redaktion wurde sie in der Runde als Brexit-Fan tituliert, was sie mit einem müden Lächeln quittierte.

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Per se fand die Vizefraktionsvorsitzende der AfD es gut, dass das britische Volk abstimmen durfte. „Wir durften das nie“, schiebt sie - fast beleidigt - hinterher. „Jetzt wird es ein Beispiel geben, dass ein Land die Europäische Union - hoffentlich - verlassen kann und das hat mich gefreut.“

Der ungeregelte Austritt aus der EU beunruhige sie nicht, „wenn wir weiterhin unsere Interessen wahren.“ Das betont sie in der Sendung mehrmals. Das heißt für von die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD: Zügig Zollabkommen oder Handelsabkommen mit den Briten schließen.

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Manfred Weber, CSU-Politiker und Kandidat für die Europawahl, hingegen akzeptiert die demokratische Entscheidung der Briten auch, sagt aber aus gesamteuropäischer Sicht: „Es ist ein schwerer Schaden für uns alle.“ Das politische Chaos und die drohenden wirtschaftlichen Einbrüche seien kein Vorbild für andere EU-Staaten.

Beatrix von Storch schiebt Merkel den schwarzen Peter zu

Jetzt versucht Beatrix von Storch zu kontern und schiebt die Schuld auf die Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Man kann sich ja auch mal fragen, wie es zu der Entscheidung gekommen ist. Frau Merkels Beteiligung an der Entscheidung für den Brexit ist immens. Sie hat David Cameron nicht geholfen.“

Von Storch: „Katastrophale Migrationspolitik“ habe einen Ausschlag gegeben

Und weiter: „Dann hat Frau Merkel ihre katastrophale Migrationspolitik gemacht, die natürlich einen Ausschlag gegeben hat für diese Entscheidung der Briten. Ohne Merkels Politik hätte es diese Mehrheit wahrscheinlich nicht gegeben. Sie hat einen Beitrag dazu geleistet“, wirft sie der Kanzlerin vor.

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Das war zu viel des Guten für den CSU-Politiker: „Wenn die Frau Storch das Wort bekommt, geht es sofort wieder um Migration in 2015. Es gibt nur dieses eine Thema, das die Partei trägt und das für alles verantwortlich ist, was auf diesem Kontinent passiert“, nimmt Weber ihr den Wind aus den Segeln.

„Fehler wurden in London gemacht“

Diese beiden Themen zu vermischen, findet er absolut unzulässig. „Die Fehler wurden in London gemacht.“ Er will dafür kämpfen, dass Europa stark bleibt. „Europa ist zu wertvoll, als dass man es den Populisten überlässt.“

Die ganze Folge „Hart aber fair“ kannst du online hier nachschauen. (js)

 
 

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