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Seniorenheim schmeißt Rentnerin raus, weil sie ihren Hund nicht abgeben wollte

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Symbolfoto Foto: imago/Reinhard Kurzendörfer
  • Eine alte Frau soll in Hamburg aus ihrer Wohnung geworfen werden
  • Der Grund: Ihr kleiner Hund
  • Per Anwalt legte sie Widerspruch ein

Hamburg. 

Eine Seniorin hat nicht schlecht gestaunt, als ihr die fristlose Kündigung ihrer Wohnung in einer Senioreneinrichtung ins Haus flatterte. Der Grund der Kündigung: ihr geliebter Hund „Stummel“.

Die 69-jährige Monika Weelinck aus Hamburg kann sich ein Leben ohne ihren Pekinesen-Mix gar nicht mehr vorstellen. Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, war dem Unternehmen „Fördern und Wohnen“ das anscheinend egal.

„Fördern und Wohnen“ steht eigentlich für soziales Engagement in Hamburg

Das Unternehmen schreibt sich soziales Engagement auf die Brust. Arme, Behinderte, Flüchtlinge oder chronisch Kranke sollen in den Einrichtungen des Unternehmens eine Wohnung finden.

Monika Weelinck lebt bereits seit drei Jahren in der Einrichtung „Wohnen für Senioren“ an der Borsteler Chaussee 301 in Hamburg.

Gegen den ersten Hund hatte „Fördern und Wohnen“ nichts einzuwenden

Als ihr Mann verstarb konnte die 69-Jährige ihre alte Wohnung nicht mehr bezahlen. Daher bezog sei eine 33 Quadratmeter große Ein-Zimmer-Wohnung in besagter Einrichtung.

Damals brachte sie den Jack-Russell-Terrier mit. Gegen diesen hatte „Fördern und Wohnen“ nicht einzuwenden. 2017 verstarb „Bobby“ leider.

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„Ein halbes Jahr hab‘ ich es ausgehalten ohne Hund“

Im Gespräch mit dem Hamburger Newsportal sagte die Seniorin: „Ein halbes Jahr hab‘ ich es ausgehalten ohne Hund. Aber ich hab‘ mich nur noch verkrochen und viel geweint.“

So kam der Pekinesen-Mix „Stummel“ zu ihr. Die Leitung der Einrichtung ließ nicht lange auf sich warten und forderte die Seniorin auf, sich sofort von dem Hund zu trennen.

Unterschriftenliste für Stummel, Bescheinigung des Arztes und Einschaltung der SPD-Bezirksfraktion

Doch Monika Weelinck bestreitet das: „Alle hier lieben Stummel und hängen Leckerli an meine Tür.“ Sogar eine Unterschriftenliste für Stummel ging herum.

Und auch Frau Weelincks Arzt stellte ihr eine Bescheinigung aus, wie wichtig die kleine Fellnase für die kranke Frau sei. Sogar die SPD-Bezirksfraktion schaltete sich ein und forderte, dass Frau Weelinck ihren Hund behalten darf.

Ende 2018: Fristlose Kündidung

Doch all das brachte nichts. Ende 2018 erhielt die 69-Jährige die fristlose Kündigung. „Fördern und Wohnen“ stellte eine Räumungsklage vor Gericht.

Die Senioren legte per Anwalt Widerspruch ein. „Stummel tut doch niemandem etwas, bellt nicht mal. Das ist alles so gemein…“

Wie die Hamburger Morgenpost weiter schreibt, wollte sich „Fördern und Wohnen“ dem Portal gegenüber nicht zu dem Vorfall äußern. (db)