Mann putzt sich die Ohren – und stirbt danach fast

Ein Mann aus Großbritannien wäre beinahe an einer Entzündung am Ohr gestorben.
Ein Mann aus Großbritannien wäre beinahe an einer Entzündung am Ohr gestorben.
Foto: Imago

Coventry. Ein seltsamer Fall beschäftigte die Ärzte im Universitätsklinikum Coventry in Großbritannien. Ein 31-Jähriger beschwerte sich über Ohrenschmerzen und üble Kopfschmerzen, bei denen er sogar brechen musste. Außerdem litt er unter Gedächtnisverlust und hatte Schwierigkeiten, sich an Namen zu erinnern.

Die Ärzte machten eine Computertomographie und entdeckten die Ursache für die Ohrenschmerzen – zwei große Abszesse hatten sich im Schädel des 31-Jährigen gebildet. Die Entzündungen fingen im Ohr an und erreichten beinahe das Gehirn des Mannes.

Ohrenschmerzen waren nur die Gipfel des Eisbergs

Zehn Tage später erlitt der Mann einen Anfall und musste notoperiert werden. Bei der Operation entdeckten die Ärzte die Entzündungsursache – ein Stückchen Watte von einem Wattestäbchen steckte tief im Gehörgang des Mannes.

Das Stückchen Watte war von einer Menge an Ohrenschmalz umgeben. Anscheinend steckte es bereits seit einiger Zeit im Ohr des Mannes.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Hund steht am Gartentor – grässlich, was ein Postbote dem Tier über Monate antut

89-jähriger Mieter wird nach 40 Jahren gekündigt – wegen eines Zweijährigen

• Top-News des Tages:

Helene Fischer: ZDF lässt Bombe platzen

Rebecca Reusch (15) vermisst: Auto aufgetaucht – sucht die Polizei an der falschen Stelle?

-------------------------------------

Fünf Jahre lang hatte der Mann immer wieder Ohrenprobleme

Seit fünf Jahren soll er Probleme mit den Ohren haben, erzählte der Mann den Ärzten. Regelmäßig leide er an Ohrenschmerzen oder Gehörverlust.

Außerdem hatte er in den vergangenen fünf Jahren zwei schwere Ohrentzündungen am linken Ohr. Das Stückchen Watte wurde dabei jedoch nie entdeckt.

Keine langfristigen Gesundheitsfolgen für den Mann

Nachdem die Watte entfernt wurde, musste der 31-Jährige noch eine Woche im Krankenhaus verbringen. Anschließend nahm er noch zwei Monate lang Antibiotika, um die Entzündung zu bekämpfen. Langfristige Gesundheitsfolgen bleiben für den Mann jedoch glücklicherweise aus.

Einer der behandelnden Ärzte hat dem Mann geraten, auf den Gebrauch von Wattestäbchen ganz zu verzichten. „Sie verursachen nur Probleme“, sagte er gegenüber Livescience. Er wies darauf hin, dass die Wattestäbchen auch Trommelfellrisse verursachen können.

 
 

EURE FAVORITEN