Getränkeverbot bei „Rock am Ring“ - so wütend reagieren die Festival-Fans auf die Nachricht

Bei „Rock am Ring“ dürfen Festival-Besucher keine Getränke mit auf das Gelände nehmen.
Bei „Rock am Ring“ dürfen Festival-Besucher keine Getränke mit auf das Gelände nehmen.
Foto: dpa
  • Nach dem Manchester-Anschlag dürfen Fans keine Getränke auf das Festival-Gelände von „Rock am Ring“ bringen
  • Fans sind wütend
  • Auch kostenloses Wasser auf dem Gelände kann nur zum Teil beruhigen

Nürburg. Der feige Terror-Anschlag von Manchester bleibt auch für deutsche Festival-Fans nicht folgenlos.

„Angesichts des schrecklichen Anschlags in Manchester und der latenten Gefährdung bitten wir alle Festivalbesucher zu ihrer eigenen Sicherheit auf Taschen, Rucksäcke und Behältnisse aller Art zu verzichten, deren Mitbringen auf das Festivalgelände bis auf weiteres ausdrücklich untersagt wird“, schreibt der Veranstalter auf seiner Facebook-Seite. Rucksäcke und Taschen fallen darunter - aber auch Getränke. Das nervt die Festival-Fans besonders.

Fans von „Rock am Ring“ haben wenig Verständnis für das Verbot

Im Vorjahr war immerhin noch ein 0,5-Liter-Tetrapack erlaubt - doch auch damit ist jetzt Schluss. Selbst leere Tetra-Packs sind offenbar verboten.

Die Fans zeigen dafür wenig Verständnis. „Allgemeines Getränkeverbot wegen Anschlagsgefahr?! So ein Blödsinn! Viel Spaß wenn euch im Konzertgelände reihenweise die Leute umkippen. Niemand wird während eines Rammstein-Konzerts einen guten Platz z.B. an der Barriere aufgeben!“, schreibt etwa eine Nutzerin.

Ein anderer Nutzer kommentiert: „Richtig sinnlos ist das erste und letzte mal das ich dahin gehe auf das Festival nichtmal Wasser darf man mitnehmen!“ Viele Fans werfen dem Veranstalter Geldmacherei vor.

„Rock am Ring“ richtet Stellen für kostenloses Wasser ein

Als Ausgleich will der Festival-Veranstalter aber an allen Sanitär-Anlagen Trinkwasserstellen mit kostenlosem Wasser auf dem Gelände einrichten. Allerdings befürchten viele Fans, dass auf dem Mega-Festival nicht genügend Wasserspender aufgestellt werden.

Einige Festival-Besucher bezweifeln auch, dass das Verbot nicht wirklich dabei hilft, Anschläge zu verhindern: „Einen Terroristen interessiert es nicht ob er auf das Festivalgelände kommt oder nicht. Wenn er ein Attentat verüben will dann geht er mit seinem Rucksack bis vor der Sicherheitskontrolle und sprengt sich dort in die Luft.“

(fel)

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