Getränkelieferant macht knallharte Ansage an seine Kunden: „Es ist erschreckend“

Ein Getränkelieferant macht eine knallharte Ansage.
Ein Getränkelieferant macht eine knallharte Ansage.
Foto: imago images / Hoch Zwei Stock/Angerer

Stuttgart. „Wir haben uns in den letzten zwölf Wochen die Mühe gemacht und Fremdleergut der Kategorie 'Einweg' gesammelt“, beginnt Getränkelieferant Hans-Peter Kastner aus Stuttgart den Brief an seine Kunden.

Auf dem Bild, das Kastner dazu bei Facebook postet, sind 52 Säcke mit Einwegflaschen- und Dosen zu sehen.

„Es ist erschreckend“, schreibt er weiter: „In Zeiten, wo viele von Umweltschutz und Nachhaltigkeit reden, wo eine kleine Schwedin es schafft, die ganze Welt zum Zuhören zu bringen und wir täglich Gedanken austauschen, wie wir das Klima und die Umwelt retten können, schaffen wir es, innerhalb von zwölf Wochen 10.400 Flaschen und Dosen von unseren Kunden zurückzubekommen.“

Getränkelieferant spricht Klartext

Der Getränkelieferant selbst verkauft keine Einwegprodukte – sie stammen von Supermärkten und Discountern. Doch den Müll bekommt das Familienunternehmen, das für die Entsorgung sogar bezahlen muss.

„Die Kosten sind immens und liegen bei rund 5 Cent pro Flasche oder Dose“, heißt es weiter: „Im Umkehrschluss bedeutet das, dass wir Kosten von über 500 Euro haben, um diese Einwegprodukte zu entsorgen.“

Brief an Kunden: „Nachhaltiges Denken? Nein, es geht um Bequemlichkeit“

Um den wirtschaftlichen Schaden für das Familienunternehmen gehe es aber nicht, so Kastner. Ökologisch „sieht es so aus, dass wir nun 10.400 Stück Plastikmüll auf dem Hof liegen haben, der entsorgt werden muss. Wo endet dieser Müll? Wir wissen es nicht!“

Je weiter der Geschäftsführer fortfährt, desto enttäuschter und wütender zeigt er sich über die zweifelhafte Müllentsorgung der Kunden: „Umweltschutz? Unterstützung der Nahversorgung? Nachhaltiges Denken? Nein, es geht um Bequemlichkeit, 'Geiz ist geil' und 'Nach mir die Sintflut'.“

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Kunden reagieren auf Ansage des Getränkelieferanten

Dass er so ein Verhalten nicht unterstützt, macht Hans-Peter Kastner deutlich. Müsse er aus betriebswirtschaftlicher Sicht Plastikmüll verkaufen, wolle er den Getränkelieferservice lieber schließen. Denn: „Ich habe kein Problem damit, meinen Kindern zu sagen, dass ich gescheitert bin. Ich habe aber ein Problem damit, meinen Kindern zu sagen, dass ich nichts gegen die Umweltverschmutzung getan habe.“

Die Reaktionen der Kunden auf den Beitrag sind eindeutig. Eine Auswahl an Kommentaren:

  • „Ein großartiger Text. Ich habe ihn gerne geteilt. Daumen hoch, das ist mutig und absolut richtig, den Kunden aufzuzeigen, was sie produzieren.“
  • „Super Beitrag, spricht mir aus dem Herzen.“
  • „Toller Aufruf. Die Getränke aus Glasflaschen schmecken eh viel besser und regionales Wasser gibt es hier genug. Auch wenn ich es manchmal nicht verhindern konnte an einem Einweggetränk vorbeizugehen, werde ich das auf jeden Fall noch mehr reduzieren bzw. sein lassen. Macht weiter so!“
  • „Wahnsinnig guter Text. Ich kaufe seit Jahren schon bei einem kleinen, familiär geführten Betrieb meine Getränke!“
  • „Ihr macht das super! Klasse, dass ihr euch in die Verantwortung begebt und versucht, euren Kunden ein umweltfreundliches Bewusstsein näher zu bringen. Weiter so!“
 
 

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