Lebenslang für Mord an Autohändler

Krefeld. Ein 45-jähriger Automechaniker ist am Dienstag vor dem Landgericht Krefeld zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im Mai 2008 einen Krefelder Autohändler erschossen und ausgeraubt hatte. Der Verurteilte streitet die Vorwürfe ab.

Im Prozess um die Ermordung eines Krefelder Autohändlers ist der angeklagte Fred W. am Dienstag zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Krefelder Landgericht sprach den 45-Jährigen wegen Mordes und schwerer räuberischer Erpressung schuldig. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen.

Angeklagter räumte Banküberfälle ein

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der auf der Ferieninsel Mallorca festgenommene Mann im Mai 2008 in Krefeld einen Autohändler in dessen Büro mit einem aufgesetzten Kopfschuss getötet und ausgeraubt hatte. Der Angeklagte selbst bestritt die Tat bis zuletzt und räumte lediglich eine Reihe von Banküberfällen in den 90er Jahren in Wuppertal und in der Nähe von Kiel ein.

Aufgrund zahlreicher Indizien sahen die Richter jedoch auch den Mord als erwiesen an. Unter anderem hatten die Ermittler Spuren des 45-Jährigen am Tatort gefunden und später auch die Tatwaffe in seinem Auto entdeckt.

In Deutschland Räuber, auf Mallorca Boots-Handwerker

Der Angeklagte war im Sommer 2008 auf Mallorca festgenommen worden. Laut Ermittlungen hatte er jahrzehntelang ein Doppelleben geführt. Nach Angaben der Polizei betrieb er auf Mallorca im Ferienort Colonia Sant Jordi eine Bootswerkstatt. Den entscheidenden Hinweis für seine Festnahme erhielt die Polizei aus den Reihen der Familie des Angeklagten. (ddp)

 
 

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