Gericht verbietet Video von Britney Spears

Paris. Die Luxusmarke Vuitton hat das neueste Video von Britney Spears gerichtlich verbieten lassen. Grund: Die US-Popsängerin sei mit nachgemachtem Outfit aufgetreten.

Spears selbst habe sich zwar nicht der Markenfälschung schuldig gemacht, wohl aber die Produzenten des Videos, befand ein Pariser Gericht. Sony BMG, seine Tochterfirma Zomba und der Sender MTV müssten Louis Vuitton deshalb 80.000 Euro Entschädigung zahlen. Außerdem dürften sie das Video nicht verbreiten und auch nicht damit handeln, vor allem nicht über das Internet.

In dem Video zu ihrem Song «Do Somethin'» sitzt Spears am Steuer eines rosarot lackierten Geländewagens, dessen Sitze mit einem nachgemachten Louis-Vuitton-Dekor bezogen sind. Das gefälschte «Cherry Blossom"-Design mit Kirschen sei zwar nur flüchtig zu sehen, stellte das Gericht fest. Der Regisseur wolle aber «eindeutig auf das Design hinweisen», indem er es einige Sekunden lang in Großaufnahme zeige. «Selbst einem unaufmerksamen Zuschauer» könne dies nicht entgehen.

Spears hatte im Alter von 17 Jahren einen Riesenhit gelandet («Baby One More Time») und ein Jahr später einen neuen Chartbreaker nachgelegt («Oops I Did It Again»). In den vergangenen Jahren machte die mittlerweile 25-Jährige aber vor allem mit ihren Eheproblemen, mit Schwierigkeiten bei der Kindererziehung sowie mit verschiedenen Frisur- und Figurproblemen von sich reden. Louis Vuitton habe durch das Video insofern einen Schaden erlitten, als sein Luxusimage recht weit von dem Image entfernt sei, das die US-Sängerin verbreite, befand das Gericht. (afp)

 
 

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