Wegen der Dürre: Diese gefährlichen Pflanzen breiten sich aus - daran erkennst du sie

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  • In Deutschland breiten sich wegen der Hitze immer mehr Giftpfanzen aus
  • Sie können für Menschen und Tiere extrem gefährlich sein
  • Das musst du wissen

Freising/Kiel.  Wochenlang ist es heiß, die Dürre wird immer heftiger. Nun warnen Wissenschaftler: Gefährliche Giftpflanzen breiten sich in Deutschland aus.

Vor diesen Pflanzen sollten sich Menschen und Tiere in Acht nehmen:

• Das giftige Jakobskreuzkraut:

Die gelb blühende Pflanze kann vor allem für Rinder und Pferde gefährlich werden.

Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) ist zwar keine Art, die sich aggressiv ausbreitet, tauchte in den vergangenen Jahren aber zunehmend an Straßenrändern und auf extensiv bewirtschafteten Flächen auf. Laut dem Arbeitskreis Kreuzkraut ist die Zahl der Giftpflanzen in diesem Jahr deutschlandweit „explodiert“.

Kreuzkräuter produzieren sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA), die in hoher Dosis tödlich sind. Oft verläuft der Vergiftungsprozess bei Rindern und Pferden schleichend, denn die PA schädigen nach und nach die Leber.

Vor allem in getrocknetem Futter wie Heu oder Silage können die Pflanzen zum Problem werden. Denn hier werden die Bitterstoffe abgebaut, die normalerweise verhindern, dass Tiere die Pflanzen fressen. In Einzelfällen sind laut Landesanstalt für Landwirtschaft bereits Rinder und Pferde erkrankt oder sogar gestorben.

Wie das Jakobskreuzkraut aussieht, siehst du hier im Foto.

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• Der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum):

Diese Pflanze sorgt immer wieder für Probleme – wenn sie in der Nähe von Kindergärten oder Sportplätzen, an Ufern oder Fahrradwegen auftaucht.

Wenn die Sonne stark scheint, kann die Pflanze bei Hautkontakt starke Rötungen bis hin zu Verbrennungen und schwere allergische Reaktionen verursachen. „Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut können massiv geschädigt werden. Das ist enorm schmerzhaft“, sagt Klaus Gehring von der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL).

Wie die Pflanze aussieht, siehst du links im Foto.

Jeder kann die Giftpflanzen anpflanzen

Das Schlimme: Jeder kann diese giftigen Pflanzen in seinen Garten pflanzen. „Diese Pflanzen sind fachrechtlich vogelfrei“, sagt Gehring. „Wenn ein Kleingärtner Lust hat, Riesenbärenklau als Zierpflanze auf seiner privaten Fläche zu pflanzen, kann ihm keiner was.“

Darum breiten sich die Giftpflanzen aus:

Dass sich nun diese gefährlichen Giftpfanzen ausbreiten, führen Wissenschaftler auf Klimaveränderungen und Witterungsextreme zurück.

Das Jakobskreuzkraut ist zum Beispiel enorm „stresstolerant“. Wenn es – wie in diesem Jahr – extreme Trockenheiten gibt, fallen bewachsene Flächen plötzlich brach und das Kreuzkraut kann sich dort ansiedeln. (jha/dpa)

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